| Dem Techniker sind Situationen, in denen ein Rad in das andere greift, besonders willkommen. In der Fachwelt wird dann von einem verschachtelten Kursmuster gesprochen. Der Charme der derzeitigen Konstellation beim Euro Stoxx 50® liegt darin, dass hier sogar ein dreifach verschachteltes Kursmuster vorliegt. Doch der Reihe nach: Schließlich hat bei den europäischen Standardwerten, die seit Anfang August bestehende Schiebezone zwischen 2.900 und 3.100 Punkten weiterhin Bestand. Aus der Höhe der Tradingrange lässt sich im Ausbruchsfall ein rechnerisches Anschlusspotential von rund 200 Punkten ableiten. Dieses ist ausreichend, um den Kreuzwiderstand aus dem im April 2015 etablierten Baissetrend (akt. bei 3.150 Punkten) und dem Erholungshoch vom April 2016 bei 3.157 Punkten zu überwinden. Das zuletzt genannte Level definiert gleichzeitig die Nackenlinie eines möglichen Doppelbodens. Im Fall einer erfolgreichen unteren Umkehr ergibt sich ein Kursziel im Bereich von 3.650 Punkten, so dass dann selbst der seit der Jahrtausendwende dominierende Baissetrend (auf Wochenbasis akt. bei 3.581 Punkten) zur Disposition stünde. Obwohl damit die dreifache Verschachtelung komplett ist, gilt es für den Euro Stoxx 50®, aber zunächst den Stein ins Rollen zu bringen. |