Friedenshoffnungen zu Pfingsten
Bomben als Verhandlungstaktik?
Am Pfingstwochenende hatte die US-Regierung ein baldiges Ende des Irankriegs signalisiert. Montagabend legte Donald Trump nach mit der Botschaft, das in seiner ersten Amtszeit ausgehandelte Abraham-Abkommen zur Anerkennung Israels auf weitere Staaten ausweiten zu wollen. Damit wäre der Gordische Knoten zerschlagen, angesichts des rücksichtslosen Vorgehens Israels im Libanon und des beschädigten Ansehens der USA in den Golfstaaten erscheint dies aber schwierig. Heute früh bombardierten die USA militärische Ziele an der Straße von Hormus. Das scheint Teil der US-Verhandlungsstrategie zu sein, wohl auch, um nicht als hilfloser Verlierer dazustehen. Denn der eigentliche Konfliktgrund, das iranische Atomprogramm, soll erst später verhandelt werden, während der Iran versucht, die Kontrolle über die Straße von Hormus zu behalten. Damit hätte Teheran mehr gewonnen als verloren.
Börsen haussieren am Pfingstmontag
Am Pfingstmontag wurde an den Börsen außerhalb der USA gehandelt, die Wall Street war wegen des Memorial Day geschlossen. Die Hoffnungen auf eine Lösung der Krise am Persischen Golf trieben den DAX um zwei Prozent nach oben. Mit 25.389 Punkten rückt das Allzeithoch wieder in Reichweite. Tagesgewinner war der Triebwerkshersteller MTU (+6,1 %), der von der Entlastung seiner Kunden durch die sinkenden Kerosinpreise profitierte. Ihren Höhenflug fortsetzen konnten Infineon (+4,5 %), die weiter auf der KI-Welle schwimmen. Im MDAX profitierten Delivery Hero (+11,9 %) von Gerüchten, dass Uber eine Übernahme des Essenslieferanten plane. Ebenfalls 2,0 % gewann der Euro Stoxx 50. Mit 6.137 Punkten ist auch er nur noch ein Prozent von seinem Allzeithoch entfernt. Ein solches erreichte am Montag der Nikkei-Index mit 65.158 Zählern. Heute früh fiel er allerdings, wohl auch aufgrund von Gewinnmit-nahmen bei den heiß gelaufenen Werten der Halbleiterindustrie, etwas zurück. Der Ölpreis, der am Montag kräftig abgesackt war, legte heute früh wieder um 2 % zu. Der Terminkontrakt für die Sorte Brent notiert aber weiterhin unter der 100-Dollar-Marke. Mit den Friedenshoffnungen ließ auch der Druck auf die Anleihekurse nach. Um Zinserhöhungen wird die EZB aber angesichts des Inflationsdrucks wohl nicht herumkommen.
Wichtige Senats-Vorwahlen in Texas
Der Datenkalender ist heute recht dünn bestückt. In den USA veröffentlicht das Institut Conference Board das Verbrauchervertrauen für Mai. Wir erwarten einen Rückgang auf rund 90 Punkte. Im April hatte der Beginn der Waffenruhe das Stimmungsbild kurzzeitig leicht aufgehellt. Diese Wirkung scheint nun aber wieder nachzulassen. Ein Highlight bieten die Vorwahlen zum US-Senat. Heute findet in Texas die Stichwahl der Republikaner statt. Präsident Trump unterstützt einen Gegenkandidaten zum altgedienten Senator Cornyn. Das erscheint heikel, denn die Demokraten haben sich mit James Talarico für einen Kandidaten entschieden, der auch in traditionelleren Kreisen als anschlussfähig gilt.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |


