Gewinn verneunfacht, Samsung fällt

Ölpreis steigt wieder


Nach dem schwachen europäischen Handelstag haben sich die US-Börsen gestern vergleichsweise gut behauptet. Der S&P 500 gab lediglich 0,22 % nach, nachdem er am Vortag noch ein Rekordhoch markiert hatte. Belastungsfaktoren gab es mit einem steigenden Ölpreis und dem Fed-Protokoll durchaus, doch durchgesetzt haben sie sich nur in den zyklischen Segmenten des Marktes: Industriewerte waren beiderseits des Atlantiks die schwächste Branche. Brent notiert heute Morgen bei gut 102 US-Dollar und damit 2,1 % fester. Hinter dem Anstieg stehen Berichte über mögliche US-Schläge gegen den Iran noch vor den Zwischenwahlen, eine Attacke auf einen Tanker tief im Persischen Golf sowie Angriffe auf saudische Flughäfen - dazu ein Sturm im Golf von Mexiko, der über 510.000 Barrel Tagesproduktion stillgelegt hat, rund ein Viertel der dortigen Förderung. In Asien überwogen heute Morgen die Verluste. Wie hoch die Erwartungen inzwischen sind, zeigte Samsung: Der Speicherhersteller meldete mit 107,4 Bio. Won einen Rekordgewinn - annähernd eine Verneunfachung gegenüber dem Vorjahresquartal - und verfehlte dennoch die Erwartungen. Die Aktie notiert knapp 1 % im Minus und damit rund 30 % unter ihrem Junihoch. Für den deutschen Markt deutet der DAX-Future auf einen etwa 1 % schwächeren Auftakt hin.

Frankreich weiter unter Druck


Der Risikoaufschlag zehnjähriger französischer Anleihen gegenüber Bundesanleihen ist gestern um zwölf Basispunkte auf rund 140 Bp gestiegen. Die zaghafte Erholung auf 127 Bp zu Wochenbeginn wurde damit wieder zurückgenommen. Belastend wirkte gestern die Aussage des Gouverneurs der Banque de France, Moulin, dass die Bedingungen für ein Eingreifen der EZB derzeit nicht erfüllt seien. Er verwies auf das Defizit und die politische Unsicherheit. Bunds fungieren weiterhin als sicherer Hafen: Zweijährige Bundesanleihen rentierten 4,4 Bp niedriger.

Belastungsprobe am langen Ende

Das gestern veröffentlichte Fed-Protokoll wurde falkenhaft gewertet. Die Erhöhung im September fiel einstimmig, viele Mitglieder verstanden sie als Absicherung gegen stärkeren Preisdruck. Der Markt preist nun rund 30 % für einen Schritt im Oktober und 67 % für Dezember ein. Wie teuer die Refinanzierung bereits geworden ist, zeigte gestern die zehnjährige US-Auktion: Zugeteilt wurde bei 5,30 % - die höchste Auktionsrendite seit November 2000. Die Nachfrage war mit einer Deckungsquote von 2,77 dennoch so kräftig wie zuletzt 2014. Heute folgt die Belastungsprobe am langen Ende mit der Auktion dreißigjähriger Titel über 22 Mrd. US-Dollar. Darüber hinaus stehen die US-Erstanträge und mit PepsiCo ein erster Indikator für Konsumtitel im Rahmen der US-Berichtssaison auf der Agenda.


Wichtige Hinweise


Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.

Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt.

Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern.

Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart

Weitere Nachrichten
Landesbank Baden-Württemberg
Werbung der Landesbank Baden-Württemberg Ausgewählte Discount-ZertifikateIm Hinblick auf unsere Umsätze der letzten 14 Tage haben wir für Sie eine Auswahl an Discount-Zertifikaten zusammengestell ...
Rückgang bei Staatsanleihe-RenditenGestern gab es an den Märkten eine leichte Erholung, die Anleiherenditen sanken von ihren Mehrjahreshochs. Insbesondere der Rückgang der Renditen französischer ...
Werbung der Landesbank Baden-Württemberg Unsere LBBW Discount-Zertifikate auf den Basiswert Deutsche Bank waren auf Basis der Umsätze der letzten vier Wochen besonders nachgefragt.Die Deutsche Ba ...