14.04.2016 08:00
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Handelsblatt DAX® - Gap unterstreicht Ambitionen

Gap unterstreicht Ambitionen
Der gestern beschriebene Buy-Trigger in Form der Rückeroberung der 38-Tages-Linie (akt. bei 9.731 Punkten) bzw. des Tiefs vom 17. März bei 9.753 Punkten hat seine Wirkung auf den DAX® nicht verfehlt. Neben dieser Weichenstellung dürften die Bullen auch dank der gestrigen Aufwärtskurslücke (9.770 zu 9.893 Punkte) derzeit am längeren Hebel sitzen. Im nächsten Schritt sollte damit der Widerstandsbereich aus den jüngsten Hochpunkten bei rund 10.100 Punkten, dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des gesamten Baisseimpulses des letzten Jahres (10.109 Punkte) sowie dem Tief von Mitte Dezember 2015 bei 10.123 Punkten ins Blickfeld rücken. Dem beschriebenen Barrierenbündel messen wir eine sehr hohe Bedeutung zu, denn bei einem Sprung über die genannten Hürden wäre gleichzeitig eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation (siehe Chart) vervollständigt. Jenseits der Nackenzone dieser möglichen unteren Umkehr definieren die 200-Tages-Linie und der seit April 2015 bestehende Korrekturtrend (akt. bei 10.305/344 Punkten) die nächste markante Anlaufzone. Tradingorientierte Anleger können den Stopp für Longengagements auf das Niveau der unteren Gapkante der jüngsten Kurslücke nachziehen.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Trendkompass bestätigt Ausbruchssituation
Für einen besonders vielversprechenden Ansatz halten wir den Abgleich der konkreten charttechnischen Situation eines Basiswertes mit der objektiven Auswertung anhand des „HSBC Trendkompasses“. Seit rund einem halben Jahr filtern wir auf wöchentlicher Basis die 30 DAX®-Titel – und neuerdings auch diverse deutsche Nebenwerte sowie ausländische Papiere – nach dem langfristigen Kriterium der relativen Stärke und dem kurzfristigen Momentum der letzten vier Wochen. Als Lehrbuchbeispiel für diese Herangehensweise dient derzeit die HeidelbergCement-Aktie. Seit längerem steht die Börsenampel – gemessen an den beiden objektiven Kriterien – auf „grün“. Aus charttechnischer Sicht kommt gestern die „bullishe“ Auflösung der Schiebezone der letzten 1 ¼ Jahre hinzu (siehe Chart). Nachdruck verleiht dem beschriebenen Ausbruch, dass die positive Weichenstellung mit einem Aufwärtsgap (74,96 EUR zu 75,42 EUR) vollzogen wurde. Aus der Höhe der beschriebenen Tradingrange lässt sich nun ein rechnerisches Anschlusspotential von rund 15 EUR ableiten. Um die Gefahr eines Fehlausbruchs gar nicht erst aufkommen zu lassen, bietet sich die o. g. Kurslücke als Stopp-Loss an, was mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis einhergeht.
 
 
  HeidelbergCement (Daily)  
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1,15/1,18 USD als zu hohe Hürde
An den letzten neun Handelstagen pendelte der Euro im Vergleich zum US-Dollar jeweils um die Marke von 1,14 USD. Zur Erinnerung: Dieses Level markiert nur den Auftakt zur entscheidenden Widerstandszone, die sich zusätzlich aus diversen Hochpunkten bei rund 1,15 USD, dem Jahreshoch 2015 (1,1711 USD), einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (1,1773/1,1807 USD) sowie dem ehemaligen Basisaufwärtstrend seit 1985 (akt. bei 1,1853 USD) speist (siehe „Techn. Jahresausblick sowie „Daily Trading“ vom 23. März). An die Marschroute, dass im Dunstkreis dieser Schlüsselbarrieren EUR-Gewinnmitnahmen ins Auge gefasst werden können, scheint sich das Währungspaar lehrbuchmäßig zu halten. Gestern musste das Tief vom 6. April bei 1,1325 USD preisgegeben werden, was wir nach den Zugewinnen seit Anfang März als Auftakt zu einer Konsolidierungsphase werten. Zur Vorsicht mahnen auch die quantitativen Indikatoren: So ist der trendfolgende MACD gestern dem nach unten abkippendem RSI gefolgt und hat ebenfalls ein neues Ausstiegssignal geliefert. Die Kombination aus der 38-Tages-Linie und dem Aufwärtstrend seit Anfang Dezember (akt. bei 1,1172/68 USD) dient nun als erstes Korrekturziel.
 
 
  EUR/USD (Daily)  
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Quelle

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