| Klassische Nachwahl-Konsolidierung? |
| Die Serie von Tageskerzen mit kleinen Körpern setzte sich beim DAX® gestern nahtlos
fort. Das Aufwärtsmomentum ist also abhandengekommen und der Markt sucht derzeit nach
Orientierung. Da die letzten beiden Tageskerzen allerdings jeweils markante Dochte
aufweisen, haben die Risiken für die deutschen Standardwerte zuletzt zugenommen. Besonders
bei einem Abgleiten unter das gestrige Tagestief bei 12.565 Punkten dürfte die Gewinnmitnahmebereitschaft
zunehmen. Ein erster Haltebereich wird dann durch die jüngste Aufwärtskurslücke bei
12.489/82 Punkten abgesteckt. Aus charttechnischer Sicht sind allerdings die Hochpunkte
bei gut 12.300 Punkten noch wesentlicher wichtiger. Zusammen mit der Nackenlinie der
zuletzt mehrfach beschriebenen Bodenbildung und einem weiteren Aufwärtsgap entsteht
hier eine wichtige Kumulationszone. Oberhalb dieser Bastion können Anleger von einer
gesunden Verschnaufpause ausgehen. Um die negativen Implikationen der jüngsten beiden
Tageskerzen zu negieren, ist dagegen ein Anstieg über das jüngste „swing high“ bei
12.647 Punkten vonnöten. |
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DAX® (Daily) |
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| Distributionsphase eingeleitet |
| Der laufenden EUR-Rally im Vergleich zum US-Dollar droht bei rund 1,20 USD die Puste
auszugehen. So versuchte die Einheitswährung seit Ende August mehrfach das genannte
Level nachhaltig zurückzuerobern – letztlich erfolglos. Damit drängt sich die Frage
nach einem begonnenen Distributionsprozess auf. Da der trendfolgende MACD eindeutig
negativ zu interpretieren ist, nehmen die EUR-Rückschlaggefahren aktuell zu. In die
gleiche Kerbe schlägt der RSI auf Wochenbasis, der gerade ein frisches Ausstiegssignal
generiert hat. Ein wichtiger Rückzugsbereich definiert dabei die Kumulationszone aus
einer ehemaligen Trendlinie (akt. bei 1,1730 USD), der 200-Wochen-Linie (akt. bei
1,1721 USD) und dem Hoch vom August 2015 (1,1711 USD). Wird diese Bastion unterschritten,
müssten Anleger von einer deutlichen Ausweitung der eingeleiteten Konsolidierung ausgehen.
Die Kombination aus dem Hoch vom Mai 2016 (1,1614 USD) und der 90-Tages-Glättung (akt.
bei 1,1582 USD) steckt dann den nächsten Rückzugsbereich ab. Um die derzeit deutlicher
zu Tage tretenden Bremspuren zu negieren, ist indes ein neues Verlaufshoch jenseits
der Marke von 1,2092 USD vonnöten. |
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EUR/USD (Daily) |
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| Korrekturgefahren deutlich gestiegen |
| Die RWE-Aktie zählt im bisherigen Jahresverlauf zu den absoluten Topperformern unter
den deutschen Standardwerten. Die jüngste Entwicklung sorgt nun aber für einen Wermutstropfen.
So steht im Wochenchart ein "bearish engulfing" zu Buche, welches die Körper der drei
vorangegangenen Wochen umschließt. Neben diesem Candlestickmuster zeugt vor allem
der RSI davon, dass die Luft kurzfristig dünner wird. Schließlich gesellt sich zu
der negativen Divergenz des Oszillators inzwischen ein handfestes Ausstiegssignal.
In dieser Gemengelage kommt der Haltezone aus der Parallelen zum Aufwärtstrend seit
Sommer 2015 (akt. bei 20,02 EUR) und der 200-Wochen-Linie (akt. bei 19,44 EUR) eine
Schlüsselrolle zu. Erweist sich das gestrige Rebreak dieser Bastion als nachhaltig,
dürfte sich die jüngste Atempause deutlich ausweiten. Als nächste Rückzugslinien fungieren
dann der ehemalige Baissetrend seit 2008 (akt. bei 17,88 EUR) sowie das Korrekturtief
von Anfang Juli (16,94 EUR). Vor diesem Hintergrund sollten Anleger bestehende Engagements
auf den Prüfstand stellen und Gewinnmitnahmen ins Auge fassen. |
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RWE (Weekly) |
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| Flagge entfaltet ihre Wirkung |
| „Flagge aufgelöst – Kurs Allzeithoch?“ – lautete unsere jüngste Überschrift in Bezug
auf die Airbus-Aktie (siehe „Daily Trading“ vom 21. September). Die seinerzeit nach
oben aufgelöste Korrekturflagge hat sich als echter Kurstreiber entpuppt, so dass
das Papier ihr Allzeithoch inzwischen bis auf 78,82 EUR ausbauen konnte. Untermauert
wird der neue Rekordstand durch die weiterhin freundlich zu interpretierenden Indikatoren
MACD und Aroon. Selbst auf Wochenbasis generieren die beiden Trendfolger aktuell neue
Einstiegssignale. Im „uncharted territory“ jenseits des alten Rekordstandes definieren
nun die 138,2%-Fibonacci-Projektion sowie das 161,8 %-Pendant des Korrekturimpulses
von Juni bis Anfang September (80,63 EUR bzw. 82,72 EUR) die nächsten Anlaufziele.
Aber auch unter Risikogesichtspunkten können Anleger die jüngste Kursentwicklung nutzen,
um ihr Money Management zu adjustieren. Schließlich sorgt der gestrige „shooting star“
für einen Wermutstropfen. Während tradingorientierte Anleger den Stopp auf das Niveau
des alten Allzeithochs bei 77,25 EUR engmaschig nachziehen können, lassen strategische
Investoren ihren Engagements mit einer Absicherung auf Basis der jüngsten Kurslücke
(untere Gapkante bei 74,59 EUR) etwas mehr Luft zum Atmen. |
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Airbus (Daily) |
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