26.09.2017 09:00
Anzeige

Handelsblatt DAX® - Klassische Nachwahl-Konsolidierung?

Klassische Nachwahl-Konsolidierung?
Die Serie von Tageskerzen mit kleinen Körpern setzte sich beim DAX® gestern nahtlos fort. Das Aufwärtsmomentum ist also abhandengekommen und der Markt sucht derzeit nach Orientierung. Da die letzten beiden Tageskerzen allerdings jeweils markante Dochte aufweisen, haben die Risiken für die deutschen Standardwerte zuletzt zugenommen. Besonders bei einem Abgleiten unter das gestrige Tagestief bei 12.565 Punkten dürfte die Gewinnmitnahmebereitschaft zunehmen. Ein erster Haltebereich wird dann durch die jüngste Aufwärtskurslücke bei 12.489/82 Punkten abgesteckt. Aus charttechnischer Sicht sind allerdings die Hochpunkte bei gut 12.300 Punkten noch wesentlicher wichtiger. Zusammen mit der Nackenlinie der zuletzt mehrfach beschriebenen Bodenbildung und einem weiteren Aufwärtsgap entsteht hier eine wichtige Kumulationszone. Oberhalb dieser Bastion können Anleger von einer gesunden Verschnaufpause ausgehen. Um die negativen Implikationen der jüngsten beiden Tageskerzen zu negieren, ist dagegen ein Anstieg über das jüngste „swing high“ bei 12.647 Punkten vonnöten.

DAX® (Daily)
chart

Distributionsphase eingeleitet
Der laufenden EUR-Rally im Vergleich zum US-Dollar droht bei rund 1,20 USD die Puste auszugehen. So versuchte die Einheitswährung seit Ende August mehrfach das genannte Level nachhaltig zurückzuerobern – letztlich erfolglos. Damit drängt sich die Frage nach einem begonnenen Distributionsprozess auf. Da der trendfolgende MACD eindeutig negativ zu interpretieren ist, nehmen die EUR-Rückschlaggefahren aktuell zu. In die gleiche Kerbe schlägt der RSI auf Wochenbasis, der gerade ein frisches Ausstiegssignal generiert hat. Ein wichtiger Rückzugsbereich definiert dabei die Kumulationszone aus einer ehemaligen Trendlinie (akt. bei 1,1730 USD), der 200-Wochen-Linie (akt. bei 1,1721 USD) und dem Hoch vom August 2015 (1,1711 USD). Wird diese Bastion unterschritten, müssten Anleger von einer deutlichen Ausweitung der eingeleiteten Konsolidierung ausgehen. Die Kombination aus dem Hoch vom Mai 2016 (1,1614 USD) und der 90-Tages-Glättung (akt. bei 1,1582 USD) steckt dann den nächsten Rückzugsbereich ab. Um die derzeit deutlicher zu Tage tretenden Bremspuren zu negieren, ist indes ein neues Verlaufshoch jenseits der Marke von 1,2092 USD vonnöten.

EUR/USD (Daily)
chart

Korrekturgefahren deutlich gestiegen
Die RWE-Aktie zählt im bisherigen Jahresverlauf zu den absoluten ‎Topperformern unter den deutschen Standardwerten. Die jüngste Entwicklung sorgt nun aber für einen Wermutstropfen. So steht im Wochenchart ein "bearish engulfing" zu Buche, welches die Körper der drei vorangegangenen Wochen umschließt. Neben diesem Candlestickmuster zeugt vor allem der RSI davon, dass die Luft kurzfristig dünner wird. Schließlich gesellt sich zu der negativen Divergenz des Oszillators inzwischen ein handfestes Ausstiegssignal. In dieser Gemengelage kommt der Haltezone aus der Parallelen zum Aufwärtstrend seit Sommer 2015 (akt. bei 20,02 EUR) und der 200-Wochen-Linie (akt. bei 19,44 EUR) eine Schlüsselrolle zu. Erweist sich das gestrige Rebreak dieser Bastion als nachhaltig, dürfte sich die jüngste Atempause deutlich ausweiten. Als nächste Rückzugslinien fungieren dann der ehemalige Baissetrend seit 2008 (akt. bei 17,88 EUR) sowie das Korrekturtief von Anfang Juli (16,94 EUR). Vor diesem Hintergrund sollten Anleger bestehende Engagements auf den Prüfstand stellen und Gewinnmitnahmen ins Auge fassen.

RWE (Weekly)
chart

Flagge entfaltet ihre Wirkung
„Flagge aufgelöst – Kurs Allzeithoch?“ – lautete unsere jüngste Überschrift in Bezug auf die Airbus-Aktie (siehe „Daily Trading“ vom 21. September). Die seinerzeit nach oben aufgelöste Korrekturflagge hat sich als echter Kurstreiber entpuppt, so dass das Papier ihr Allzeithoch inzwischen bis auf 78,82 EUR ausbauen konnte. Untermauert wird der neue Rekordstand durch die weiterhin freundlich zu interpretierenden Indikatoren MACD und Aroon. Selbst auf Wochenbasis generieren die beiden Trendfolger aktuell neue Einstiegssignale. Im „uncharted territory“ jenseits des alten Rekordstandes definieren nun die 138,2%-Fibonacci-Projektion sowie das 161,8 %-Pendant des Korrekturimpulses von Juni bis Anfang September (80,63 EUR bzw. 82,72 EUR) die nächsten Anlaufziele. Aber auch unter Risikogesichtspunkten können Anleger die jüngste Kursentwicklung nutzen, um ihr Money Management zu adjustieren. Schließlich sorgt der gestrige „shooting star“ für einen Wermutstropfen. Während tradingorientierte Anleger den Stopp auf das Niveau des alten Allzeithochs bei 77,25 EUR engmaschig nachziehen können, lassen strategische Investoren ihren Engagements mit einer Absicherung auf Basis der jüngsten Kurslücke (untere Gapkante bei 74,59 EUR) etwas mehr Luft zum Atmen.

Airbus (Daily)
chart

Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters?








HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf

kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de

Quelle

Als Pionier und Innovationstreiber innerhalb der deutschen Zertifikatebranche kann HSBC bei der Emission von Anlagezertifikaten und Hebelprodukten auf mehr als 25 Jahre Erfahrung zurückschauen.

Weitere Nachrichten
HSBC
02.01.2023 07:30
Werbung   Ein turbulentes Börsenjahr 2022 liegt hinter uns. Im Gegensatz zum Gesamtjahr ging es an den Märkten letzte Woche ruhig zu. Wer als US-Staatsbürger seine Verluste aus Aktiengeschäften ...
30.12.2022 10:30
Werbung   Wer waren 2022 die größten Verlierer auf absoluter Ebene bzw. in Bezug auf die Marktkapitalisierung? Absoluter Spitzenreiter ist dabei der Tech-Gigant Apple aus dem Silicon Valley. Da ...
29.12.2022 16:30
Werbung   Die Unterföhringer setzen in Zukunft auf die eigenständige Produktion von Nachrichten und bauen dafür ein entsprechendes Studio und Team auf. Gelöst hat sich ProSiebenSat.1 nun von Wel ...