KI-Sorgen und Iran-Krise beschäftigen Märkte
Zweifel an KI-Boom und Iran-Krise
Zum Wochenbeginn standen zwei altbekannte Themen im Mittelpunkt. Neben einer erneuten Eskalation im Iran-Konflikt übers Wochenende beschäftigte die Anleger die Befürchtung, dass der Boom im Bereich Künstliche Intelligenz überzogen sein könnte. Ein Ausverkauf bei südkoreanischen Chipherstellern ließ den technologielastigen Aktienindex Kospi um fast 9 % einbrechen. Der südkoreanische Leitindex hatte bis Mitte Juni eine beeindruckende KI-getriebene Rally hingelegt. Am stärksten fiel gestern der Kurs des Chipproduzenten SK Hynix. Dieser hatte noch am Freitag eine erfolgreiche Erstnotiz an der US-Börse Nasdaq verbuchen können. Auch der Kurs von Samsung Electronics, des nach Marktkapitalisierung größten börsennotierten Unternehmens in Südkorea, brach ein. Das zweite große Thema zum Wochenstart waren die gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran im Nahen Osten, die den Ölpreis wieder nach oben trieben. Der Hauptstreitpunkt bleibt die Kontrolle der Straße von Hormus. US-Präsident Donald Trump setzte gestern eine Blockade der iranischen Schifffahrt wieder in Kraft und kündigte an, dass die USA eine Gebühr von 20 % für den Schutz der Straße von Hormus erheben. Eine Lösung des Konfliktes scheint aktuell nicht in Sicht. Der deutsche Aktienindex DAX folgte zunächst den schwachen Vorgaben aus Asien und startete im Minus, drehte aber im Tagesverlauf wieder in den grünen Bereich und beendete den Handelstag klar über der Marke von 25.000 Punkten. Jenseits des Atlantiks kam insbesondere der Techwerteindex Nasdaq unter Druck, der mit einem deutlichen Abschlag schloss.
Angriffe gehen weiter
Die USA haben heute Nacht erneut Ziele im Iran angegriffen. Der Iran meldete Gegenangriffe auf US-Ziele. Die Spannungen ließen den Schiffsverkehr durch die wichtige Meerenge stark zurückgehen. Der Ölpreis stieg erneut deutlich. Die Notierungen für Rohöl der Nordseesorte Brent kletterten zeitweise über 85 US-Dollar je Fass. Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich heute Morgen volatil. Nachrichten vom Golf werden die Finanzmärkte auch am heutigen Handelstag beschäftigen
Heute Daten zur US-Inflation
Auf dem Makrodatenkalender steht heute die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für Juni. Die Teuerung dürfte erstmals seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs zurückgehen, und zwar wieder unter 4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Kernrate stagniert nach unserer Prognose bei 2,9 %. Zudem tritt heute der Fed-Chef Kevin Warsh zu seinem ersten halbjährlichen geldpolitischen Rechenschaftsbericht vor dem US-Kongress an. Des Weiteren erwartet uns mit dem NFIB Wirtschaftsvertrauen ein wichtiger Stimmungsindikator für die US-amerikanischen Kleinunternehmen und den Mittelstand. In den USA eröffnen heute die US-Banken die Berichtssaison.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |


