11.04.2019 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Am 31. Oktober läuft das nächste Ultimatum ab

EZB-Chef Mario Draghi dürfte als erster Präsident in die Geschichtsbücher eingehen, in dessen Amtszeit die Zinsen nie angehoben wurden. Ende Oktober räumt der Italiener seinen Platz, bis mindestens zum Jahresende soll der Schlüsselzins auf dem Rekordtief von null Prozent bleiben.

EZB-Chef Mario Draghi dürfte als erster Präsident in die Geschichtsbücher eingehen, in dessen Amtszeit die Zinsen nie angehoben wurden. Ende Oktober räumt der Italiener seinen Platz, bis mindestens zum Jahresende soll der Schlüsselzins auf dem Rekordtief von null Prozent bleiben. Ähnlich wie die Fed will auch die EZB abwarten, ob sich der jüngste konjunkturelle Abschwung wie von vielen Marktteilnehmern erwartet nur als Wachstumsdelle erweisen wird. Vorsorglich sicherte die EZB bereits zu, den Geldhahn wieder weiter zu öffnen, falls die Wirtschaft deutlicher schwächelt. Auch die Strafzinsen für Banken könnten bald sinken.

Brexit rückt in den Hintergrund

Aufatmen können Anleger auch beim Thema Brexit – zumindest vorerst. Auf dem Sondergipfel einigten sich die EU und Großbritannien auf den 31. Oktober als neuen Brexit-Termin. Allerdings können die Briten auch früher austreten, wenn der Vertrag das Parlament passiert oder den Brexit absagen. Das Pfund reagierte kaum auf die Meldung, nur wenige Marktteilnehmer rechneten bisher mit einem Austritt ohne Vertrag.

Keine großen Überraschungen lieferte auch das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll der letzten Fed-Sitzung. Aufgrund der bestehenden Risiken verfolgen die Notenbanker eine abwartende Haltung, der Leitzins wird in diesem Jahr wohl unverändert bleiben.

Aktienmärkte konsolidieren

Der DAX bewegt sich vorbörslich kaum von der Stelle und wird bei 11.900 Punkten taxiert. Deutsche Bank und Commerzbank bleiben unter Beobachtung: Berichten zufolge kam es bei einem Treffen der Chefs zu Unstimmigkeiten. Über den Preis und Zeitplan einer möglichen Fusion gibt es offenbar unterschiedliche Vorstellungen.

Lustlos verlief der Handel bereits in Asien und den USA. In Tokio schloss der Nikkei unverändert, Chinas Börsen büßten um 0,8 Prozent ein. Der Dow Jones pendelte in einer ungewöhnlich engen Range seitwärts. Aktien von Boeing standen als Schlusslicht und zugleich Schwergewicht im Index erneut im Fokus, die Aktie verlor gut ein Prozent. Besser lief es erneut für die Technologie-Unternehmen, der Nasdaq 100-Index kletterte um 0,6 Prozent.

Im Aufwind bleiben die Ölpreise, Brent kostet 71,50 Dollar. Stützend wirken neue Daten der Opec: Die Ölförderung des Kartells ist im März aufgrund der Förderdrosselungen deutlich gefallen. Gefragt bleibt auch Gold, die Feinunze legt auf 1308 Dollar zu.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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