MÄRKTE AM MORGEN | Bayer und Deutsche Bank unter Beobachtung

Mit neuen Hoffnungen auf eine Lösung im Zollstreit starten die Märkte in den heutigen Handel. US-Finanzminister Steven Mnuchin zeigte sich optimistisch, ein Abkommen sei zu 90 Prozent ausgearbeitet worden und es gebe einen guten Weg, den Deal zum Abschluss zu bringen.

Mit neuen Hoffnungen auf eine Lösung im Zollstreit starten die Märkte in den heutigen Handel. US-Finanzminister Steven Mnuchin zeigte sich optimistisch, ein Abkommen sei zu 90 Prozent ausgearbeitet worden und es gebe einen guten Weg, den Deal zum Abschluss zu bringen. Später kamen wieder Zweifel auf, zumal Trump bei einem Scheitern mit neuen Zöllen drohte. Zudem verschärfte er den Ton gegenüber Europa und schoss sich einmal mehr auf Deutschland ein.

DAX startet fester

Im frühen Geschäft am Donnerstag übernehmen zunächst die Optimisten die Kontrolle, der DAX wird vorbörslich 0,4 Prozent höher erwartet bei 12.300 Punkten. Damit folgt der Markt den guten Vorgaben aus Asien. In Tokio kletterte der Nikkei um 1,1 Prozent, die Börsen in China rücken um 0,7 Prozent vor.

Lustlos verlief hingegen erneut der Handel an der Wall Street. Nach einem freundlichen Start gab der Dow Jones seine Gewinne komplett ab und schloss nahezu unverändert. Hingegen profitierten die Technologieindizes von positiven Signalen aus der Chipbranche. Aktien von Micron sprangen kräftig an, der Halbleiterhersteller präsentierte überraschend gute Ergebnisse und zeichnete ein erfreuliches Bild der Nachfrage.

An den Rohstoffmärkten bleiben die Ölpreise gut unterstützt, nachdem die zur Wochenmitte gemeldeten US-Rohöllagerbestände auf ein deutlich tieferes Niveau eingebrochen waren als erwartet. Gold als sicherer Hafen konsolidiert hingegen oberhalb von 1400 Dollar den jüngsten Anstieg. Auch an den Devisenmärkten stehen Fluchtwährungen wie der japanische Yen unter Druck. Mit der Aussicht auf eine Annäherung im Handelsstreit steigt wieder die Risikobereitschaft.

Hedgefonds steigt bei Bayer ein

Aktien von Bayer könnten zum Auftakt kräftig zulegen. Der für seine aggressive Einmischung bekannte Hedgefonds-Investor Elliot machte seinen Einstieg öffentlich und ist mit insgesamt 1,1 Mrd. Euro am Leverkusener Agrar- und Chemiekonzern beteiligt. Zudem wird sich künftig ein Aufsichtsratsausschuss intensiv mit dem Glyphosat-Problem befassen. Der neu gegründete Ausschuss soll den Vorstand beraten und Vorschläge zur Prozessstrategie machen.

Bei der Deutschen Bank fiebern nicht nur die Aktionäre der Veröffentlichung der Ergebnisse des US-Stresstests entgegen. Die Fed will die Ergebnisse des zweiten Teils der Prüfung nach Börsenschluss in den USA präsentieren.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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