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Buy the rumor, sell the fact?
Auch die 12.500er-Marke scheint der DAX ohne größere Korrektur hinter sich zu lassen. Gute Unternehmensergebnisse, die im Vergleich zu den US-Aktien günstige Bewertung der deutschen Blue Chips und nachlassende politische Risiken in Europa sorgen für Kauflaune. Ein Sieg von Macron beim zweiten Wahldurchgang in Frankreich scheint an den Märkten inzwischen eine sichere Sache zu sein und eingepreist. Sollte die Entscheidung am Sonntag so ausfallen wie erwartet, könnte ab Montag aber eine alte Börsenregel greifen: „Buy the rumor, sell the fact“.
Devisen- und Rohstoffmärkte werden zum Belastungsfaktor
Grundsätzlich wäre eine Atempause durchaus gesund, seit dem Tief von Ende April legte der DAX um sechs Prozent zu. Zur Einordnung: Wer in den vergangenen 30 Jahren in den DAX investierte, erzielte eine jährliche Durchschnittsrendite von etwa 8,8 Prozent. Auch der Euro spielt nicht mehr mit, die Gemeinschaftswährung steht mit knapp 1,10 Dollar auf dem höchsten Stand seit fünf Monaten. Nachdenklich stimmt zudem die jüngste Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Öl kostet so wenig wie seit November 2016 nicht mehr, stark unter Druck steht auch Eisenerz.
Schwergewichte sorgen für Stabilität
Kleine Korrekturen sollten daher eingeplant werden, größere Rückschläge zeichnen sich aber vorerst nicht ab. Insgesamt überzeugt das Fundament der Aufwärtsbewegung: ThyssenKrupp und Daimler sind derzeit mit Verlusten von zwei bis vier Prozent seit Jahresbeginn ganz unten im Performance-Ranking zu finden, rote Vorzeichen weisen zudem Münchener Rück, BMW und HeidelbergCement auf. Die Hälfte der DAX-Aktien legte hingegen bereits prozentual zweistellig zu, vor allem die kräftigen Gewinne der Indexschwergewichte Bayer, SAP, Allianz und Siemens stellen eine wichtige Säule dar. SAP und Siemens notieren zudem auf Rekord. Bayer steht hingegen noch 23 Prozent unter der Bestmarke, bei Daimler sind es 38 Prozent und bei der Allianz-Aktie sogar 60 Prozent. Anders formuliert: Die drei Titel weisen mittelfristig noch viel Nachholpotenzial auf.
Die Agenda bleibt zum Wochenschluss übersichtlich, wichtige Bilanzen aus der ersten Reihe werden nicht erwartet. Höhepunkt des Tages sind die US-Arbeitsmarktdaten um 14.30 Uhr. Nachdem im März die Zahl der neugeschaffenen Stellen überraschend deutlich von jeweils über 200.000 in den beiden Vormonaten auf 98.000 kollabierte, rechnet der Markt im April mit einer Gegenbewegung. Die Prognosen liegen bei einem Stellenzuwachs von 194.000 und einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent.
Aktuelle Unlimited Turbos auf Allianz

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157,169 |
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10,18 |
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Open End |
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Basispreis/
KO-Schwelle |
190,2505 |
| Hebel |
10,48 |
| Laufzeit |
Open End |
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