MÄRKTE AM MORGEN | Daimler, Lufthansa und Deutsche Bank im Blick

Als Kurstreiber zum Monatswechsel bleibt die Aussicht auf neue geldpolitische Lockerungen der großen Notenbanken. Anleiherenditen stehen unter Druck, vom Anlagenotstand profitieren vor allem die Dividendenwerte. Doch die Wirkung der neuen Billiggeld-Ankündigung droht schnell zu verpuffen, wenn das Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Machthaber Xi Jinping auf dem bevorstehenden G20-Gipfel nicht positiv verlaufen sollte. Zudem spitzt sich die Lage im Nahen Osten weiter zu, jederzeit droht der Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu eskalieren.

Daimler rudert zurück

Zum Wochenauftakt atmet der DAX zunächst durch, im frühen Handel wird der Index rund 0,1 Prozent tiefer bei 12.330 Punkten erwartet. Um 10.00 Uhr könnte bereits der ifo-Geschäftsklimaindex die Tagestendenz maßgeblich bestimmen. Analysten rechnen sowohl in der Lagebeurteilung wie auch bei den Geschäftserwartungen mit deutlichen Rückgängen und sehen den Index bei 97,4 Punkten.

Unter den Einzelwerten schaut der Markt auf Daimler. Wegen steigender Kosten zur Bewältigung der Diesel-Affäre senkte der Stuttgarter Autobauer am Wochenende zum dritten Mal binnen Jahresfrist seine Gewinnprognose.

Neuigkeiten werden auch auf dem Kapitalmarkttag der Lufthansa erwartet. Bei ihrer defizitären Tochter Eurowings will sich die Airline vom bisherigen Wachstumskurs verabschieden und die Kosten drücken.

Vorerst aufatmen kann die Deutsche Bank: Nach Angaben der Fed hat die Tochtergesellschaft DB USA die Kapitalvorschriften der Aufseher erfüllt und so den ersten Teil des jährlichen Belastungstests der großen Geldinstitute bestanden. Der zweite Teil wird am kommenden Donnerstag veröffentlicht.

Im MDAX geht der Übernahmekampf um die Handelskette Metro weiter. Der Metro-Großaktionär EP Global Commerce (EPGC) plant eine vollständige Übernahme des deutschen Handelskonzerns.

Gold und Öl gesucht

Ruhig verlief der Wochenauftakt in Asien, der Nikkei legte um 0,2 Prozent zu. Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vorwärtsgang und steht bei 1,138 Dollar. Beim britischen Pfund sorgt der Kampf um die Nachfolge von Premierministerin Theresa May für Impulse. Nach dem klaren Wahlsieg des oppositionellen Bürgermeisterkandidaten in Istanbul profitiert die türkische Lira.

Mit der verschärfenden Krise zwischen den USA und dem Iran bleiben auch die Ölpreise im Aufwind. Von den zahlreichen geopolitischen Krisen und der Niedrigzinspolitik profitiert zudem Gold, erstmals seit sechs Jahren steht die Feinunze über der Marke von 1400 Dollar.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

Weitere Nachrichten
BNP Paribas
18.07.2022 15:30
Vorbörslich geben die Bullen weiter Gas, womit der Index sich dem EMA50 bei gut 31.760 Punkten annähern könnte. Dort wurde der Dow Jones zuletzt Ende Mai/Anfang Juni ausgebremst.
18.07.2022 11:00
Etwas darüber verläuft auch der EMA200 Stunde, womit die Luft für die Käufer kurzfristig etwas dünner wird. Ein Pullback in den Unterstützungsbereich um 1,0072 USD sollte heute nicht überraschen.
18.07.2022 10:30
Mit dem Verlassen des Abwärtstrends ist eine stärkere Zwischenerholung bei Brent möglich. Spielraum bietet sich bis in den Bereich der 105,55 USD.