MÄRKTE AM MORGEN | DAX-Aktien: 200-Tage-Regel mahnt zur Vorsicht
DAX-Anleger brauchen derzeit viel Geduld, bereits seit einigen Tagen pendelt der Index in einer engen Range. Auf der Unterseite scheint der Markt derzeit ab 12.500 / 12.550 Punkten gut abgesichert zu sein, während im Bereich um 12.650 / 12.700 Gewinne realisiert werden.
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DAX-Aktien: 200-Tage-Regel mahnt zur Vorsicht
DAX-Anleger brauchen derzeit viel Geduld, bereits seit einigen Tagen pendelt der Index in einer engen Range. Auf der Unterseite scheint der Markt derzeit ab 12.500 / 12.550 Punkten gut abgesichert zu sein, während im Bereich um 12.650 / 12.700 Gewinne realisiert werden. Die Erfahrung zeigt aber: Je länger und enger solche Seitwärtsbewegungen andauern, desto stärker ist der Impuls nach einem Ausbruch.
TecDAX zieht davon
Auch seit Monatsbeginn ist ein deutlicher Verlust der Dynamik festzustellen: Mit Gewinnen von rund 1,5 Prozent seit Ende April liegt der DAX im Performance-Ranking der wichtigsten Indizes nur im Mittelfeld. Besser lief es zuletzt hingegen für die Indizes aus der zweiten Reihe: Der MDAX kletterte um 2,7 Prozent, für den TecDAX ging es seit dem Monatswechsel sogar um knapp neun Prozent aufwärts. Ähnlich sieht die Ausgangslage seit Jahresbeginn aus: Mit rund 25 Prozent zählt das Technologiebarometer zu den stärksten Indizes, während der DAX um zehn Prozent vorrückte.
Unter der Oberfläche scheint das Potenzial für die Blue Chips aber langsam ausgereizt zu sein. Rund 90 Prozent der Indexmitglieder behaupten derzeit ihre viel beachtete 200-Tage-Linie. In den vergangenen Wochen lag die Quote zeitweise sogar bei 100 Prozent und signalisierte damit einen langfristig überhitzten Zustand. Vergleichbare Extremwerte waren auch im Februar 2014 und Frühjahr 2015 zu beobachten. In beiden Fällen kam es in den Folgemonaten zu einer Konsolidierung.
Telekom-Tochter sorgt für Gesprächsstoff
Wie bereits in den vergangenen Tagen startet der DAX bei knapp 12.600 Zählern. Der etwas besser als erwartete chinesische Einkaufsmanagerindex verpufft nahezu wirkungslos, auch die Rohstoffe reagieren kaum auf die asiatischen Vorgaben. Unternehmensseitig steht die Hauptversammlung der Deutschen Telekom im Blickpunkt. Investoren warten vor allem auf Äußerungen zur Zukunft der Tochter T-Mobile US. Unter den Konjunkturdaten dürften die Verbraucherpreise für die Euro-Zone um 11 Uhr von Interesse sein. Prognosen zufolge soll die Teuerungsrate im Mai um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sein, nach 1,9 Prozent für April. Den Abschluss bildet um 20 Uhr der Konjunkturbericht „Beige Book“ der US-Notenbank.
BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.
Vorbörslich geben die Bullen weiter Gas, womit der Index sich dem EMA50 bei gut 31.760 Punkten annähern könnte. Dort wurde der Dow Jones zuletzt Ende Mai/Anfang Juni ausgebremst.
Etwas darüber verläuft auch der EMA200 Stunde, womit die Luft für die Käufer kurzfristig etwas dünner wird. Ein Pullback in den Unterstützungsbereich um 1,0072 USD sollte heute nicht überraschen.