03.07.2017 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Der Geist ist aus der Flasche

 

Der Geist ist aus der Flasche
 

Auch in der neuen Woche sorgen die Worte von Mario Draghi vom vergangenen Dienstag weiter für Gesprächsbedarf auf dem Parkett. Nachdem Investoren in den ersten Monaten des Jahres stark in europäische Aktien investierten und auf die lockere Geldpolitik der EZB setzten, könnte nun ein Umdenken einsetzen. Bis zur Zinswende vergeht natürlich noch viel Zeit, an den Märkten wird aber die Zukunft gehandelt. Und hier zeigt die scharfe Euro-Aufwertung eine klare Botschaft: Im September wird die EZB wohl durchblicken lassen, ab wann und wie stark die monatlichen Anleihekäufe in 2018 reduziert werden.

Erinnerungen an Ben Bernanke

Damit liegt für die liquiditätsverwöhnten europäischen Aktienmärkte eine ähnliche Situation vor wie im Juni 2013, als Fed-Chef Ben Bernanke eine Reduzierung der Anleihekäufe ankündigte. Die Aussicht auf weniger Liquidität drückte damals den S&P 500 innerhalb von wenigen Tagen um fünf Prozent, anschließend ging die Aufwärtsbewegung weiter. Zugleich zogen auch die Renditen am Anleihemarkt kräftig an.

Ein ähnlich ungewöhnliches Marktverhalten ist auch jetzt zu erwarten. Sollten die Zinsen weiter steigen, wäre mittelfristig mit einer anhaltenden Euro-Aufwertung zu rechnen, während am Aktienmarkt vor allem zinsreagible Papiere wie die Versorger und Wachstumswerte mit hohem Kapitalbedarf überdurchschnittlich leiden könnten. Positiv ist das Umfeld hingegen für Finanzwerte, wie die vergangenen Tage bereits gezeigt haben.

Asien trumpft auf

Zumindest zum Wochenauftakt startet der DAX eine Gegenbewegung, nachdem in Asien einige Konjunkturdaten positiv überraschten. In Japan sind die Manager so optimistisch wie seit drei Jahren nicht mehr, auch in China fiel der Einkaufsmanagerindex für die Industrie besser aus als erwartet. Um 10 Uhr folgen die Einkaufsmanagerzahlen für die Euro-Zone, wichtig für den Markt wird aber erst der ISM-Index um 16 Uhr. Das Barometer für die US-Industrie soll den Prognosen zufolge stabil bei 55 Punkten liegen.

Am Devisenmarkt verteidigt der Euro die jüngsten Gewinne und steht bei 1,14 Dollar. Am Wochenende hatte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erklärt, dass sich die Währungshüter auf eine Eindämmung der Geldpolitik vorbereiten. Gold und Öl notieren nahezu unverändert.

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BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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