11.03.2019 11:37
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MÄRKTE AM MORGEN | Die Aktienmärkte wanken – Gold wieder gefragt

Dividendenwerte haben wieder einen schweren Stand, zunehmend mehr Anleger hinterfragen die Nachhaltigkeit der kräftigen Rally seit Weihnachten. Chinas Wirtschaftsdaten zeichnen ein eher düsteres Bild, inzwischen steuert Peking mit neuen Stimulierungsmaßnahmen gegen.

Dividendenwerte haben wieder einen schweren Stand, zunehmend mehr Anleger hinterfragen die Nachhaltigkeit der kräftigen Rally seit Weihnachten. Chinas Wirtschaftsdaten zeichnen ein eher düsteres Bild, inzwischen steuert Peking mit neuen Stimulierungsmaßnahmen gegen. In Europa kühlt sich die Wirtschaft seit Monaten ab und auch in den USA wird das Klima rauer. Für 24 der 30 DAX-Firmen sind die Gewinnerwartungen zuletzt gefallen. Mit Spannung werden daher die Bilanzen von VW, Eon, Adidas, RWE und Lufthansa in dieser Woche erwartet.

Am Dienstag folgen neue Brexit-Abstimmungen im britischen Parlament, zudem werden diese Woche zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht. Sicherheit ist wieder gefragt, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe liegt bei 0,06 Prozent und könnte bereits in den kommenden Tagen erneut Minusrenditen aufweisen. Gold beendete eine rund zweiwöchige Verlustphase und erobert die 1300er-Marke zurück.

China und USA treiben den DAX

Zur heutige Eröffnung sieht die Lage aber auch an den Aktienmärkten freundlich aus, der DAX wird 0,4 Prozent höher bei 11.500 Punkten taxiert. Unterstützung kommt aus Asien: Nach Aussagen des chinesischen Notenbank-Gouverneurs Yi Gang stehen die USA und China kurz vor dem Abschluss eines Währungsabkommens. Damit wäre zugleich ein wichtiger Schritt in Richtung Handelsabkommen gemeistert. Und auch von der US-Notenbank kommen versöhnliche Töne. Fed-Chef Jerome Powell deutete an, dass der weitere Bilanzsummenabbau sehr vorsichtig erfolgen wird, um die Stabilität an den Finanzmärkten nicht zu gefährden.

Auch in Asien sind die Börsen gut in die neue Woche gestartet, der Nikkei legte um 0,5 Prozent zu. In den USA erholten sich am Freitag die großen US-Indizes im späten Handel deutlich von ihren Tagestiefs, der Dow Jones schloss nahezu unverändert. Der technologielastige Nasdaq Composite gab um 0,2 Prozent nach. Zuvor hatten enttäuschende Arbeitsmarktdaten die Stimmung belastet.

Fusion und Ärger

Am Wochenende kamen neue Spekulationen über eine Fusion von Commerzbank und Deutscher Bank auf. Gerüchten zufolge hat der Vorstand der Deutschen Bank informelle Gespräche mit der Commerzbank genehmigt. Hintergrund ist die Prüfung von strategischen Optionen.

Bei VW stemmt sich der Betriebsrat gegen den geplanten Bau eines neuen Werks in Osteuropa. Auch bei Audi ist die Stimmung angespannt: Einem Zeitungsbericht zufolge hat der Vorstand die Belegschaft auf einen Sparkurs vorbereitet, der auch Stellen kosten wird.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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