MÄRKTE AM MORGEN | Donald Trump hält die Märkte in Atem

m vorbörslichen Handel entfernt sich der DAX wieder von der 11.500er-Marke und steht rund 0,6 Prozent tiefer bei 11.420 Punkten. Rote Vorzeichen prägten auch das Bild in Asien: Der Nikkei verlor um 0,9 Prozent, die Börsen in China büßten um 0,4 Prozent ein. Ein Grund sind neue Konjunkturdaten aus China:

Im vorbörslichen Handel entfernt sich der DAX wieder von der 11.500er-Marke und steht rund 0,6 Prozent tiefer bei 11.420 Punkten. Rote Vorzeichen prägten auch das Bild in Asien: Der Nikkei verlor um 0,9 Prozent, die Börsen in China büßten um 0,4 Prozent ein. Ein Grund sind neue Konjunkturdaten aus China: Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag unter den Erwartungen und rauschte auf das tiefste Niveau seit drei Jahren. Sollte sich die Schwäche auch im März fortsetzen, würde dies auf eine anhaltende Talfahrt der chinesischen Wirtschaft hindeuten.

Zahlreiche Sorgen in Asien

Zudem reagieren Anleger verschnupft auf Neuigkeiten zum Handelsstreit. So dämpfte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer die Erwartungen an eine schnelle Beilegung des Handelsstreits mit China. Derzeit sei es noch zu früh, mögliche Ergebnisse zu präsentieren. Nach den optimistischen Aussagen von US-Präsident Donald Trump sorgte Lighthizer für Ernüchterung, offenbar gibt es doch noch viele Hürden zu meistern. Verstärkt wird die Unsicherheit durch die Eskalation im Kaschmir-Konflikt zwischen Indien und Pakistan. Und auch das Treffen von Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verlief offenbar nicht ganz so erfreulich wie erhofft. Die Gipfel-Gespräche wurden vorzeitig beendet, eine gemeinsame öffentliche Erklärung gab es nicht.

Zudem steht Trump in den USA wieder stärker unter Druck. Sein ehemaliger Anwalt Michael Cohen erhob bei einer Anhörung vor dem Kongress schwere Vorwürfe. Vorsichtig agierten daher auch die Anleger an der Wall Street. Der Dow Jones pendelte den gesamten Tag über im Minus und schloss 0,3 Prozent tiefer. Hingegen holte der technologielastige Nasdaq 100 einen Großteil der Verluste auf und ging nahezu unverändert aus dem Handel. Aktien von Tesla schnellten nach dem jüngsten Rückschlag um sechs Prozent aufwärts. Konzern-Chef Elon Musk kündigte „Neuigkeiten“ für heute an.

Volkswagen und Microsoft vertiefen ihre Kooperation und wollen die Automotive Cloud zusätzlich zum europäischen Markt künftig auch in China und den USA anbieten. Den Plänen zufolge sollen alle digitalen Dienste in den Fahrzeugen auf Microsofts Cloud-Plattform Azure aufbauen.

Pfund bleibt im Aufwind

Leicht positive Meldungen kommen hingegen aus London. Die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexits nimmt ab, die Erfolgschancen für Mays Deal steigen wieder. Sollte bei der Abstimmung am 12. März kein Durchbruch erzielt werden, scheint eine Verschiebung des Brexits um bis zu drei Monate sehr wahrscheinlich. Das britische Pfund zieht bereits seit Tagen zum Euro weiter an.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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BNP Paribas
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