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MÄRKTE AM MORGEN | Eskalation des Handelskriegs lässt den DAX einknicken

An einem datenarmen Handelstag haben Investoren gestern die Nachrichten vom Handelskrieg weiter verfolgt. Obwohl die USA darüber nachdenkt, mehrere chinesische Firmen von Überwachungstechnologie auf eine Schwarze Liste zu setzen, hat der DAX den Handel mit einem Plus von 0,2 Prozent abgeschlossen.

An einem datenarmen Handelstag haben Investoren gestern die Nachrichten vom Handelskrieg weiter verfolgt. Obwohl die USA darüber nachdenkt, mehrere chinesische Firmen von Überwachungstechnologie auf eine Schwarze Liste zu setzen, hat der DAX den Handel mit einem Plus von 0,2 Prozent abgeschlossen. Die Wirecard-Aktie ist um 5,9 Prozent nach oben geschossen und hat damit die Gewinnerliste angeführt. Das Papier des Sportartikelherstellers Adidas stieg auf ein Rekordhoch.

Die Aktie von ThyssenKrupp hat leicht zugelegt. Der zweitgrößte britische Stahlhersteller British Steel ist insolvent und von einem Gericht unter Zwangsliquidation gestellt worden. Hingegen war Daimler mit einem Kursrückgang um 2,5 Prozent der größte Verlierer im DAX. Auf der Hauptversammlung hat Dieter Zetsche den Stab an seinen Nachfolger Ola Källenius übergeben.

Die Veröffentlichung des Fed-Protokolls hat nur für minimale Kursausschläge gesorgt. Der S&P500 hat um 0,3 Prozent nachgegeben. Die Qualcomm-Aktie ist bei großen Umsätzen eingebrochen. Ein US-Gericht hat Auflagen für den führenden Hersteller von Smartphone-Chips verhängt und damit der Bundesbehörde FTC Recht gegeben. Das Papier von Tesla ist nach einem kritischen Analystenkommentar eingeknickt.

Sorge vor Handelskrieg belastet US-Techwerte

Einige von dem Thema Handelskrieg stärker betroffene Unternehmen waren gestern weiter unter Verkaufsdruck. So ist die Apple-Aktie um zwei Prozent gesunken. Einerseits bekäme der Konzern die höheren US-Strafzölle zu spüren, werden doch viele seiner Produkte, wie das iPhone, in China produziert. Andererseits könnten sich Chinesen mit dem Kauf der Geräte zurückhalten. Zudem haben die Aktien etlicher Halbleiterfirmen, wie Intel, nachgegeben.

Hauptversammlung der Deutschen Bank steht im Fokus

Der DAX sinkt vorbörslich auf 12.070 Punkte. Grund ist die Eskalation des Handelskriegs. Der britische Entwickler von Smartphone-Chips ARM Holdings, eine Tochter des japanischen Internetriesen SoftBank, hat die Zusammenarbeit mit Huawei beendet. Zudem verschieben SoftBank und der heimische Mobilfunkprovider KDDI in Japan die Einführung neuer Smartphones von Huawei.

Im Fokus der Investoren steht das Aktionärstreffen der Deutschen Bank. Nachdem eine mögliche Übernahme der Commerzbank gescheitert ist, könnten manche Aktionäre nach der weiteren Strategie der Deutschen Bank fragen. Die Daimler-Aktie wird heute mit Dividendenabschlag gehandelt. Die Ausschüttung beträgt 3,25 Euro je Aktie. Nach der Anpassung der Prognose knickt Pfeiffer Vacuum ein.

Der Brent-Preis sinkt auf 70,4 Dollar je Barrel. In der vergangenen Woche sind die US-Öllagervorräte auf das höchste Niveau seit Juli 2017 gestiegen. Gold ist stabil bei 1.273,8 Dollar je Unze.

Die englische Researchfirma IHS Markit veröffentlicht um 9.30 Uhr den Einkaufsmanagerindex für die Industrie Deutschlands, um 10 Uhr folgt jener für die Euro-Zone. Gleichzeitig wird der ifo-Geschäftsklimaindex bekanntgegeben. Er ist einer der wichtigsten Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft. Um 16 Uhr werden die US-Daten zu den Verkäufen neuer Häuser bekanntgegeben.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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