14.06.2017 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Fed-Entscheidung: Signalwirkung für die Zukunft

Die Ausgangslage für die heutige Fed-Sitzung ist klar: Trotz der zuletzt überwiegend schwächeren US-Wirtschaftsdaten werden sich die Notenbanker von ihrer Marschroute nicht abbringen lassen. Der Leitzins dürfte am Abend (20 Uhr, Pressekonferenz ab 20.30 Uhr) um 25 Basispunkte auf 1,00 bis 1,25 Prozent steigen. Entscheidend ist natürlich der Blick in die Zukunft, vor allem weil der Markt und die Fed recht unterschiedliche Erwartungen haben.
 

Fed-Entscheidung: Signalwirkung für die Zukunft
 

Die Ausgangslage für die heutige Fed-Sitzung ist klar: Trotz der zuletzt überwiegend schwächeren US-Wirtschaftsdaten werden sich die Notenbanker von ihrer Marschroute nicht abbringen lassen. Der Leitzins dürfte am Abend (20 Uhr, Pressekonferenz ab 20.30 Uhr) um 25 Basispunkte auf 1,00 bis 1,25 Prozent steigen. Entscheidend ist natürlich der Blick in die Zukunft, vor allem weil der Markt und die Fed recht unterschiedliche Erwartungen haben. Am Anleihemarkt deutet die flachere Zinsstrukturkurve auf eine bevorstehende Schwächephase der amerikanischen Wirtschaft. Investoren rechnen bis Ende kommenden Jahres nur noch mit ein oder zwei weiteren Zinsschritten, die Fed peilt hingegen vier Erhöhungen an. Zudem besteht Unsicherheit, wann die Währungshüter mit der bereits angekündigten Verkürzung der Bilanz beginnen.

Schwache Juni-Bilanz

Gerade kurzfristige Anleger schauen auf die heutige Tagestendenz am Aktienmarkt, die häufig auch Signalwirkung für die nähere Zukunft hat. Die Vergangenheit zeigt: Beendete der S&P 500 den Fed-Tag mit roten Vorzeichen, legten die Kurse in den folgenden 30 Handelstagen meist zu. Seit 1994 gab es 18 Fed-Entscheidungen im Juni, in nur 44 Prozent der Fälle dominierten Pluszeichen. Kein anderer Monat weist eine ähnlich schwache Statistik auf. Setzen sich hingegen heute die Käufer durch, ist auf Sicht der nächsten vier Wochen eher mit leicht fallenden Notierungen zu rechnen.

Saisonal haben die Bären derzeit eindeutig die besseren Karten. Der Juni zählt mit zu den schwächsten Monaten im Jahresverlauf, vor allem in den vergangenen zehn Jahren war die Tendenz meist negativ. Dabei verlief die erste Hälfte oft noch recht robust, erst ab er Monatsmitte kamen die Kurse häufig unter Druck. Die heutige Fed-Sitzung oder auch die jüngste Korrektur bei den Technologie-Aktien könnten in diesem Jahr der Auslöser sein und die Regel erneut bestätigen.

DAX nimmt Hürde ins Visier

Noch aber scheint die Sonne über dem Parkett, nachdem der Dow Jones gestern ein frisches Rekordhoch erreichte und auch die Technologie-Werte wieder gefragt waren. Der DAX profitiert von den guten Vorgaben und wird knapp unter der Barriere von 12.800 Punkten erwartet. Impulse könnten vor der Fed-Sitzung von neuen US-Konjunkturdaten (14.30 Uhr) ausgehen. Die Einzelhandelsumsätzen werden im Mai 0,1 Prozent höher gesehen, während die Verbraucherpreise erneut um 0,2 Prozent zulegen sollen.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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