MÄRKTE AM MORGEN | Haben die Bullen zu viel riskiert?

Zuletzt schraubte der DAX seine Jahresbestmarke immer weiter nach oben. Bleibt die Kaufbereitschaft in dieser Woche hoch, könnte der Markt erstmals seit Anfang August wieder die 200-Tage-Linie bei 11.860 Punkten überspringen. Das Umfeld stimmt zunehmend mehr Anleger optimistisch: Zwar ist der Handelskonflikt noch nicht gelöst, in Erwartung eines Durchbruchs ziehen die Kurse aber schon im Vorfeld an. Ein Ende des Handelsstreits ist in Sicht, möglicherweise könnten die beiden Präsidenten Xi Jinping und Donald Trump auf einem Gipfeltreffen am 27. März eine formale Vereinbarung unterzeichnen.

China-Aktien heiß begehrt

In Asien führten vor allem Aktien von Unternehmen mit einem starken China-Geschäft die Gewinnerliste an. In Tokio rückte der Nikkei um ein Prozent vor, rund 1,1 Prozent legten die Börsen in China zu. Auch in Europa wird eine Fortsetzung der Erholungsrally erwartet: Im vorbörslichen Handel steht der DAX 0,4 Prozent höher bei 11.650 Zählern. Auch die US-Börsen präsentierten sich zum Wochenschluss freundlich. Der Dow Jones kletterte um 0,7 Prozent, der Future auf den S&P 500 steht im frühen Geschäft am Montag rund 0,3 Prozent höher.

Seitens der Berichtssaison herrscht zum Wochenauftakt nahezu Ruhe. Aktien von Autobauern könnten stärker in den Mittelpunkt rücken, in Genf eröffnet der Autosalon seine Türen. Hier sorgt besonders das Thema Elektromobilität für Gesprächsstoff. Die deutsche Autoindustrie rechnet in den kommenden drei Jahren mit Investitionen von rund 60 Mrd. Euro in den Bereichen Digitalisierung und E-Mobilität.

Auf Interesse dürften auch die Papiere der Deutschen Bank stoßen. Berichten zufolge strebt der Staatsfonds des Emirats Katar eine Beteiligung von mindestens fünf Prozent an der Bank an.

Gold erleidet Rückschlag

Keine stärkeren Bewegungen zeichnen sich am Rohstoffmarkt ab. Gold stand zuletzt kräftig unter Druck und notiert wieder unter der Marke von 1300 Dollar. Sowohl der etwas stärkere Dollar wie auch die höhere Risikobereitschaft dämpfen die Laune. Die Ölpreise konsolidieren ebenfalls, Brent kostet 65,20 Dollar.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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BNP Paribas
18.07.2022 15:30
Vorbörslich geben die Bullen weiter Gas, womit der Index sich dem EMA50 bei gut 31.760 Punkten annähern könnte. Dort wurde der Dow Jones zuletzt Ende Mai/Anfang Juni ausgebremst.
18.07.2022 11:00
Etwas darüber verläuft auch der EMA200 Stunde, womit die Luft für die Käufer kurzfristig etwas dünner wird. Ein Pullback in den Unterstützungsbereich um 1,0072 USD sollte heute nicht überraschen.
18.07.2022 10:30
Mit dem Verlassen des Abwärtstrends ist eine stärkere Zwischenerholung bei Brent möglich. Spielraum bietet sich bis in den Bereich der 105,55 USD.