08.05.2017 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Nach der Wahl ist vor der Wahl

Zum Wochenauftakt dominiert zunächst Erleichterung: Mit dem klaren Sieg von Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen haben vor allem die europäischen Finanzmärkte eine sehr große Hürde gut überstanden.
 

Nach der Wahl ist vor der Wahl
 

Zum Wochenauftakt dominiert zunächst Erleichterung: Mit dem klaren Sieg von Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen haben vor allem die europäischen Finanzmärkte eine sehr große Hürde gut überstanden. Allerdings dürfte bereits viel Euphorie eingepreist sein: Nach den kräftigen Gewinnen in den vergangenen Wochen ist vollkommen offen, ob nun auch die zweite Stufe der Erleichterungsrally gezündet wird. Auch eine Konsolidierungsphase wäre nicht überraschend. Dies zeigt sich bereits an den Devisenmärkten, wo der Euro wieder unter dem im asiatischen Handel erreichten Sechs-Monats-Hoch von 1,1024 Dollar notiert. Gold als klassischer sicherer Hafen steht hingegen nahezu unverändert bei 1230 Dollar, der Ölpreis erholt sich leicht von den kräftigen Verlusten der vergangenen Woche. Der DAX startet knapp unter 12.800 Punkten.

Börsen sind bereits gut gelaufen

Besonders an den Aktienmärkten steigt die Gefahr von Gewinnmitnahmen. Seit der ersten Wahlrunde am 23. April legten vor allem die risikoreicheren Indizes der Euro-Peripherieländer kräftig zu. Der italienische Leitindex FTSE MIB stieg um knapp neun Prozent, die Börse in Portugal um acht Prozent. Auch der französische CAC 40 mit sieben und der Euro Stoxx 50 mit gut sechs Prozent legten kräftiger zu als der international vergleichbare DAX Kursindex, der um gut 4,5 Prozent vorrückte. Hingegen kletterte der S&P 500 nur um gut zwei Prozent. Gerade bei den Überfliegern der vergangenen beiden Wochen steigen die Risiken, falls nun keine Anschlusskäufe einsetzen.

Frankreich steht weiter im Blickpunkt

Zudem bleiben die Börsen auch in den kommenden Wochen unter dem Einfluss politischer Entscheidungen. Großbritannien wählt am 8. Juni ein neues Parlament, anschließend richtet sich der Fokus erneut auf Frankreich. Die Parlamentswahlen am 11. und 18. Juni werden zeigen, ob Macron seine Reformvorhaben auch mit einer ausreichenden Mehrheit umsetzen kann.

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BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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