MÄRKTE AM MORGEN | Peking und London bestimmen die Richtung

Nach wie vor gibt es keine Lösung bei den Dauerthemen Handelsstreit und Brexit. Der Markt gibt sich daher auch mit kleinen positiven Signalen zufrieden. Seit gestern sind der US-Handelsbeauftragte Lighthizer und der US-Finanzminister Mnuchin zu Gesprächen in Peking.

Nach wie vor gibt es keine Lösung bei den Dauerthemen Handelsstreit und Brexit. Der Markt gibt sich daher auch mit kleinen positiven Signalen zufrieden. Seit gestern sind der US-Handelsbeauftragte Lighthizer und der US-Finanzminister Mnuchin zu Gesprächen in Peking. Offenbar bewegt sich China in einigen Streitpunkten auf die US-Forderungen zu, ein Deal könnte in den nächsten ein bis zwei Monaten möglich sein. Für Moll-Stimmung sorgen hingegen die weiterhin wenig überzeugenden Konjunkturdaten. Im vierten Quartal ist die US-Wirtschaft langsamer gewachsen als bisher erwartet. Am Nachmittag folgen der Einkaufsmanagerindex Chicago sowie das Verbrauchervertrauen.

Dritter Versuch in London

Bleibt als weiterer Hoffnungsschimmer eine Lösung im Brexit-Chaos. Parlamentssprecher Bercow hat ein drittes Votum über das Abkommen erlaubt. Am Nachmittag stimmt das Unterhaus über den rechtlich bindenden Austrittsvertrag ab, jedoch nicht über die politische Erklärung über die künftigen Beziehungen mit der EU. So könnten die ausgehandelten Bedingungen für eine Verschiebung des Brexit-Termins bis zum 22. Mai erfüllt werden. Ob Premierministerin Theresa May im dritten Versuch aber eine Mehrheit erreichen wird, ist nach wie vor fraglich. Das Pfund holte zuletzt einen Teil der jüngsten Verluste wieder auf.

Asien und USA mit grünen Vorzeichen

Überwiegend gute Vorgaben kommen von den Börsen in Übersee. Der Dow Jones schloss im Bereich des Tageshochs und rückte um 0,4 Prozent vor, der Nasdaq 100-Index kletterte um 0,2 Prozent. Kräftige Kursverluste verzeichneten die Aktien von T-Mobile US und Sprint. Erneut kamen Sorgen auf, dass der Zusammenschluss von den Wettbewerbsbehörden abgelehnt wird. Gut verlief hingegen der milliardenschwere Börsengang von Lyft. Die Aktien des Mitfahrdienstes wurden am oberen Ende der von 70 bis 72 Dollar reichenden Preisspanne platziert.

Gute Stimmung herrschte vor allem in Asien. Dank der sich abzeichnenden Lösungen bei den Handelsgesprächen schossen Chinas Börsen um gut drei Prozent nach oben, der Nikkei rückte um 0,8 Prozent vor.

Der DAX folgt der positiven Tendenz und wird vorbörslich 0,7 Prozent höher bei 11.500 Punkten erwartet. An den Rohstoffmärkten notiert Gold etwas tiefer bei 1290 Dollar. Am Donnerstag hatte der feste Dollar einen Preisrutsch von 1,4 Prozent ausgelöst. Hingegen pendeln die Erdölpreise weiter seitwärts, Brent steht bei 67 Dollar.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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