MÄRKTE AM MORGEN | S&P 500 und Gold mit starken Signalen
Nicht nur in Frankfurt, auch an der Wall Street sind Anleger wieder in Feierlaune. Wie die vergangenen Tage gezeigt haben, bestimmt weiterhin vor allem die Geldpolitik die Richtung an den Börsen. Nach der EZB könnte auch bald wieder die amerikanische Notenbank die Geldschleusen öffnen, sollten die Konjunkturdaten keine Belebung zeigen.
Die Reaktionen fallen deutlich aus: Während der DAX am Donnerstag kurzzeitig auf das höchste Niveau seit September 2018 kletterte und vorbörslich 0,2 Prozent tiefer bei 12.330 Punkten steht, markierte der US-Leitindex S&P 500 bereits eine frische Bestmarke. Auch der Dow Jones könnte zum Wochenschluss in neues Terrain vorstoßen. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,9 Prozent aufwärts.
Erfolgreiche Börsengänge
Dank der wieder hohen Risikobereitschaft verliefen auch die gestrigen Börsengänge sehr erfolgreich. So schnellte der Kurs des Bürokommunikations-Dienstes Slack um rund 50 Prozent in die Höhe. Auch die Aktien des Discounters Grocery Outlet notierten zum Handelsschluss rund 30 Prozent über dem Ausgabepreis.
Unter den DAX-Werten bleibt die Deutsche Bank im Mittelpunkt. Nach Börsenschluss an der Wall Street veröffentlicht die US-Notenbank den ersten Teil der Ergebnisse des jüngsten Stresstests. Sollte sie den Test erneut nicht bestehen, drohen ihr im schlimmsten Fall Beschränkungen des Betriebs.
Schwierig bleibt das Umfeld auch für die Lufthansa. Mitten in der Urlaubssaison zeichnen sich bei den Töchtern Eurowings und Germanwings Streiks beim Kabinenpersonal ab.
Gold glänzt wieder
An den Zinsmärkten rutschte die Rendite der zehnjährigen deutschen Papiere auf minus 0,316 Prozent, spanische Titel markierten sogar ein Rekordtief. Am Währungsmarkt steht der Dollar auf breiter Front unter Druck, gegen den Yen liegt der Kurs auf einem Sechs-Monats-Tief.
Kräftige Bewegungen gab es zuletzt auch bei den Rohstoffen. Gold steht ebenfalls weit oben in der Gunst der Investoren, sowohl die fallenden Zinsen wie auch der schwächere Dollar treiben den Preis. Zum Wochenschluss kostet die Feinunze so viel wie seit gut fünf Jahren nicht mehr. Im Fokus steht derzeit die technisch wichtige Schwelle bei 1400 Dollar.
Anleger werden zudem den Ölpreis im Blick behalten. Gerüchten zufolge soll US-Präsident Donald Trump nach dem Abschuss einer US-Drohne durch den Iran Vergeltungsangriffe erwogen haben. Mit der erneuten Eskalation legte Brent zuletzt auf 64 Dollar zu. An den Aktienmärkten profitierten am Donnerstag die Papiere der großen Ölkonzerne wie Exxon Mobil.
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