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Schwächeanfall scheint überstanden – Euro und Nike im Blick
Am Dienstag sorgte noch EZB-Chef Mario Draghi für viel Unsicherheit am Markt, einen Tag später hat sich die Aufregung bereits wieder gelegt. Offenbar fühlte er sich missverstanden, die Aussagen seien vom Markt überinterpretiert worden, ließ die EZB mitteilen. Die Andeutungen von Draghi waren somit mal wieder ein klassischer Testballon, um Anleger ganz allmählich auf mögliche Anpassungen bei der Geldpolitik vorzubereiten.
Starke Bilanz
Unterstützt wird die Erholung am Aktienmarkt von guten Vorgaben aus den USA. Überdurchschnittliche Gewinne verzeichneten Bank-Aktien, nachdem die Institute den Stresstest der US-Notenbank ohne Beanstandung gemeistert haben. Auch die risikoreicheren Technologie-Aktien legten kräftig zu, ein gutes Zeichen. Statistisch haben die Käufer nun ebenfalls Oberwasser: Seit 1996 legte der S&P 500 in den drei Tagen vor dem Unabhängigkeitstag am 4. Juli mit einer Wahrscheinlichkeit von gut 60 Prozent zu.
Lediglich der starke Euro könnte die Risikofreude am Frankfurter Parkett bremsen. Mit 1,14 Dollar steht das Währungspaar auf dem höchsten Stand seit Sommer 2016 und zugleich am oberen Rand einer viel beachteten Trading-Range. Ein Ausbruch darüber könnte eine kräftige Aufwertungswelle einleiten und wäre negativ für die deutschen Export-Werte. Wie die Reise weitergeht, hängt auch von einigen Konjunkturdaten ab. Um 14 Uhr werden die Inflationsdaten aus Deutschland erwartet, Volkswirte rechnen mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 1,3 Prozent. Anschließend folgt um 14.30 Uhr die endgültige Schätzung für das BIP der US-Wirtschaft im ersten Quartal. Den Prognosen zufolge soll das Wachstum bei annualisiert 1,2 Prozent liegen.
Nike mit Überraschungspotenzial
Spannend wird es dann wieder nach Börsenschluss in den USA, wenn die Quartalszahlen von Micron Technologies und Nike gemeldet werden. Besonders beim Sportartikelkonzern wird der Markt genau hinschauen. Die Prognosen für den Gewinn je Aktie liegen seit Wochen nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums von 0,50 Dollar. Allerdings könnten die für 22.15 Uhr angesetzten Zahlen heute eine geringere Rolle spielen.
Für Fantasie sorgen Gerüchte, Nike könnte ähnlich wie Branchenkollege Under Armour eine eigene Präsenz bei Amazon bekommen. Bisher müssen Kunden, die Nike-Produkte beim Online-Versandhändler kaufen möchten, über Drittanbieter gehen. Sollte der Deal gelingen, würden sich die Wachstumsperspektiven für den Adidas-Konkurrenten verbessern. Aus Bewertungssicht müssen Anleger für Adidas derzeit deutlich tiefer in die Tasche greifen: Der DAX-Konzern wird mit einem 2018er-KGV von 23,5 gehandelt, für Nike wird ein Faktor von 17,6 aufgerufen.
Aktuelle Unlimited Turbos auf EUR/USD

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10,03 |
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