MÄRKTE AM MORGEN | Showdown in London
Wieder einmal wird das Thema Brexit die Anleger in Atem halten, auch wenn sich die Märkte inzwischen an das Chaos gewöhnt haben. Doch so ganz allmählich muss eine Entscheidung vorliegen, nach wie vor droht ein ungeregelter Austritt am 29. März. Positiv stimmen die Zugeständnisse der EU aus der Nacht, das britische Pfund legte im asiatischen Handel kräftig zu. Allerdings ist nach wie vor fraglich, ob es für den Kompromiss eine Mehrheit im Parlament geben wird. Die Debatten dazu beginnen am frühen Nachmittag, die Abstimmung über den Brexit-Deal wird um 20 Uhr erwartet.
Tech-Aktien auf der Überholspur
Rückenwind für die europäischen Aktienmärkte kommt zudem von den Börsen in Übersee. In Tokio legte der Nikkei um 1,8 Prozent zu, Chinas Börsen steigen um 0,9 Prozent. Zuvor waren bereits die amerikanischen Märkte kräftig angesprungen. Nach einer Verlustserie von fünf Tagen kletterte der Dow Jones um 0,8 Prozent, der breiter gefasste S&P 500 legte um 1,5 Prozent zu. Noch besser lief es für die Technologie-Aktien: Schwergewichte wie Apple, Amazon und Alphabet zählten zu den Favoriten, der Nasdaq 100 ging 2,1 Prozent höher aus dem Handel. Milliardenschwere Übernahmen sorgten für Fantasie. So übernimmt der Grafikkarten-Konzern Nvidia den Datencenter-Spezialisten Mellanox für knapp sieben Mrd. Dollar.
Der Dow Jones blieb wegen dem deutlichen Minus der schwer gewichteten Boeing-Aktien hinter den anderen Indizes zurück. Nach dem Absturz einer Boeing-Maschine des Typs 737 MAX 8 verhängten mehrere Fluggesellschaften ein vorläufiges Flugverbot. Nach prozentual zweistelligen Verlusten zu Handelsbeginn beendete die Aktie den Tag mit einem Minus von rund fünf Prozent.
FMC kauft eigene Papiere
In Frankfurt knüpft der DAX an den guten Wochenauftakt an und wird vorbörslich 0,6 Prozent höher bei 11.610 Punkten erwartet. Bei den Blue Chips schauen Anleger auf die Aktien von Fresenius Medical Care. Im Zeitraum vom 12. März bis zum 10. Mai 2019 will der Dialyse-Konzern bis zu sechs Millionen eigene Aktien zurückkaufen. Das Programm umfasst rund 1,6 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft.
Für Gesprächsstoff sorgt auch die Jahrespressekonferenz bei Volkswagen. Trotz steigender Umsätze verdiente die Kernmarke im vergangenen Jahr weniger. Für das laufende Jahr bekräftigen die Wolfsburger den Ausblick. Zudem sollen in den kommenden zehn Jahren knapp 70 neue E-Modelle auf den Markt kommen, bis 2050 will der Konzern vollkommen CO2-neutral sein.
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