12.05.2017 10:30
Anzeige

MÄRKTE AM MORGEN | Stagnation am Börsenhimmel

Nachdem die politische Unsicherheit nach den Präsidentschaftswahlen in Frankreich deutlich abgenommen hat, sollten eigentlich die zuletzt meist positiven Wirtschafts- und Unternehmensdaten die Aktienmärkte weiter voranbringen.
 

Stagnation am Börsenhimmel
 

Nachdem die politische Unsicherheit nach den Präsidentschaftswahlen in Frankreich deutlich abgenommen hat, sollten eigentlich die zuletzt meist positiven Wirtschafts- und Unternehmensdaten die Aktienmärkte weiter voranbringen. Doch trotz neuer Rekorde, die zahlreiche Aktienmärkte in jüngster Zeit aufgestellt haben, fehlten in den vergangenen Tagen die Impulse und die Börsen stehen vor der ersten Woche mit einer negativen Wochenperformance seit Anfang April.

Auch die Volatilität ist auf dem Rückzug. Der S&P 500 handelte in den vergangenen 13 Tagen innerhalb einer Range von 1,01 Prozent, die niedrigste 13-Tagespanne im S&P 500 überhaupt. Und auch die Volatilität am Devisenmarkt ist historisch niedrig und fiel gemessen am CVIX auf das niedrigste Niveau seit Ende 2014. Vielleicht bringen die Unternehmensdaten noch einmal Schwung, denn insgesamt fiel die fast abgeschlossene US-Berichtssaison sehr positiv aus, vor allem die kräftigen über den Erwartungen liegenden Umsatzzuwächse haben überzeugt. Aus dem DAX stehen heute Allianz und Thyssenkrupp im Fokus.

Allianz und ThyssenKrupp mit starkem Zahlenwerk

Der Versicherer Allianz hat dank kräftiger Mittelzuflüsse bei der Tochter Pimco und hohen Gewinnen in der Vermögensverwaltung den operativen Gewinn um neun Prozent auf 2,9 Milliarden Euro steigern können. Der Jahresausblick wurde daher bestätigt. Auch bei ThyssenKrupp war das abgelaufene Quartal 2017 ansprechend, weil das Stahlgeschäft und der Rohwarenhandel deutlich zulegen konnten. Allerdings sorgte die angekündigte Wertberichtigung aus dem Verkauf des Stahlwerks in Brasilien für einen operativen Verlust von 564 Millionen Euro. Die positive Entwicklung mit einem starken Auftragseingang veranlasste den Stahlhändler aber zu einer Anhebung seiner Gewinnziele für dieses Geschäftsjahr.

Neue Impulse aus den USA?

Neben der Berichtssaison ist auch die Konjunkturagenda gut gefüllt. Wichtig werden vor allem die US-Verbraucherpreise um 14.30 Uhr. Entgegen den Erwartungen war die Teuerungsrate im März gefallen. Erstmals seit sieben Jahren verzeichneten sogar die Kernverbraucherpreise einen Rückgang. Für April lassen die Konsensschätzungen wieder eine deutliche Belebung um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat erwarten. Gestern fielen die Erzeugerpreise bereits stärker als erwartet aus und erhöhen damit den Druck auf die US-Notenbank, die Leitzinsen im Juni zu erhöhen, womit der Markt inzwischen rechnet.

Zeitgleich mit den Inflationszahlen werden die US-Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Die Schwächephase im ersten Quartal wird von vielen Volkswirten nur als eine temporäre Beruhigung gesehen. Nachdem zuletzt aber einige US-Daten enttäuschten, ist die Unsicherheit recht groß. Für April rechnet der Markt mit einem Anstieg von 0,6 Prozent, in der Abgrenzung ohne Autos um 0,5 Prozent. Um 16 Uhr folgt schließlich noch das US-Verbrauchervertrauen. Hier wird ein nahezu stabiler Wert von 96,5 Punkten prognostiziert.

Aktuelle Unlimited Turbos auf Allianz

LONG (WKN: PR3156)
Basispreis/
KO-Schwelle
155,4985
Hebel 9,57
Laufzeit Open End
REALTIME PUSHKURSE
 
SHORT (WKN: PB0GZR)
Basispreis/
KO-Schwelle
190,1071
Hebel 10,13
Laufzeit Open End
TRADER'S BOX APP
Kontakt

Hotline: 0800 0 267 267 (kostenfrei)
E-Mail: derivate@bnpparibas.com

www.bnp.de
 
Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

Weitere Nachrichten
BNP Paribas
18.07.2022 15:30
Vorbörslich geben die Bullen weiter Gas, womit der Index sich dem EMA50 bei gut 31.760 Punkten annähern könnte. Dort wurde der Dow Jones zuletzt Ende Mai/Anfang Juni ausgebremst.
18.07.2022 11:00
Etwas darüber verläuft auch der EMA200 Stunde, womit die Luft für die Käufer kurzfristig etwas dünner wird. Ein Pullback in den Unterstützungsbereich um 1,0072 USD sollte heute nicht überraschen.
18.07.2022 10:30
Mit dem Verlassen des Abwärtstrends ist eine stärkere Zwischenerholung bei Brent möglich. Spielraum bietet sich bis in den Bereich der 105,55 USD.