11.05.2017 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Starke Unternehmenszahlen – Rohstoffe mit Warnsignalen

Zum Handelsauftakt brauchen Investoren einen kühlen Kopf. Zahlreiche Unternehmen aus der ersten und zweiten Reihe berichten über die Geschäftsentwicklung in den vergangenen Monaten.
 

Starke Unternehmenszahlen – Rohstoffe mit Warnsignalen
 

Zum Handelsauftakt brauchen Investoren einen kühlen Kopf. Zahlreiche Unternehmen aus der ersten und zweiten Reihe berichten über die Geschäftsentwicklung in den vergangenen Monaten. Zudem sorgen einige Hauptversammlungen für Gesprächsstoff. Aber der Reihe nach. Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal aufgrund einer Abschreibung bei der Beteiligung an der britischen BT Group einen etwas niedriger als erwarteten Nettogewinn erzielt, der Umsatz fiel wie erwartet aus und stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,8 Prozent. Am erfreulichsten war der Umsatzzuwachs bei der US-Tochter T-Mobile US mit knapp 15 Prozent. Bei der Deutschen Post verhinderten höhere Steuerabgaben einen Gewinnzuwachs im ersten Quartal 2017. Unterm Strich sank der Gewinn um knapp ein Prozent während der Umsatz überraschend um sieben Prozent zulegen konnte. Vorstandschef Appel bestätigte nach diesem Zwischenergebnis die Aussichten für das Gesamtjahr.

Mit Henkel legte ein weiterer DAX-Titel Quartalszahlen vor, die stark ausfielen. Henkel schaffte einen Umsatzrekord und erzielte im ersten Quartal ein Plus von 13,6 Prozent. Hierzu trug auch die große US-Übernahme von The Sun Products bei, aber auch ohne solche Effekte fiel der Zuwachs mit vier Prozent sehr ordentlich aus. Der Gewinn (EBIT) stieg ebenfalls deutlich um 13,8 Prozent, der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Dank seiner starken Internetaktivitäten liegt auch der Medienkonzern ProSiebenSat.1 im Soll. Der Gewinn kletterte um zehn und der Umsatz um 13 Prozent im ersten Quartal. Die Ziele für das Jahr 2017 wurden trotz eines schwächelnden TV-Geschäfts daher bestätigt.

Rohstoffe drehen nach unten

Auch wenn die Bilanzen derzeit die Schlagzeilen bestimmen, sollten Anleger auch die Rohstoffmärkte im Blick behalten. Wichtige Industriemetalle wie Kupfer, Nickel und Zink büßten in den vergangenen vier Wochen um bis zu neun Prozent ein und liegen seit Jahresbeginn im Minus. Der Ölpreis fiel vor wenigen Tagen sogar auf den tiefsten Stand seit November 2016. Selbst Gerüchte um eine Verlängerung der Förderkürzungen der Opec und einiger Nicht-Opec-Länder lösen derzeit keine deutliche Belebung aus.

Neue China-Sorgen

Grund für die Preisschwäche, vor allem bei den Industriemetallen, sind neue Sorgen um mögliche Wachstumsprobleme der chinesischen Wirtschaft. So verfehlten die Ein- und Ausfuhren im April die Erwartungen, zudem lag das Exportwachstum unter dem Importwachstum. Auch der chinesische Aktienmarkt zeigt bereits seit Wochen eine deutliche relative Schwäche gegenüber anderen Börsen und steht seit Jahresbeginn leicht im Minus. Sollte dieser Trend anhalten, könnten auch die europäischen Börsen in eine Konsolidierung starten.

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BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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