MÄRKTE AM MORGEN | Starker Jahresauftakt liefert Signal
Blicken wir kurz in den Rückspiegel: An der Wall Street zeigten die wichtigsten Aktienindizes bisher den besten Jahresbeginn seit 1975. Die positive Monatsbilanz für den Januar und Februar stimmt zugleich die Statistik-Freunde zuversichtlich für das gesamte Börsenjahr. Demnach liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit für die kommenden zehn Monate bei gut 90 Prozent, im Durchschnitt rückte der S&P 500 um etwa elf Prozent vor. Und auch für den März sind die Vorgaben recht erfreulich: In Vorwahljahren kletterten die US-Indizes um durchschnittlich gut zwei Prozent, im April steigt der Wert sogar auf vier Prozent. Anleger sollten sich davon aber nicht blenden lassen, aufgrund der zahlreichen Risikofaktoren kann das Börsenjahr 2019 schnell eine andere Richtung einschlagen.
Kommt der Deal?
Vorerst aber geben eindeutig die Käufer die Richtung vor: Banken erwarten den DAX rund 0,7 Prozent höher bei 11.600 Punkten. Auch in Asien geht es weiter aufwärts: In Tokio legt der Nikkei um 1,1 Prozent zu, die Börsen in China ziehen ebenfalls kräftig an. Auslöser sind Berichte, nach denen die US-chinesischen Handelsgespräche bereits bald zu einem Ergebnis führen könnten. Demnach bereiten US-Vertreter ein finales Abkommen vor, das Mitte März von den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping unterzeichnet werden könnte. Für Auftrieb sorgten zudem besser als erwartete Einkaufsmanagerdaten aus China.
Hingegen präsentierten sich die US-Indizes am Donnerstag recht lustlos. Dow Jones und Nasdaq 100 gaben um 0,3 Prozent nach. Im frühen Handel am Freitag sieht die Ausgangslage hingegen ebenfalls besser aus, der Future auf den S&P 500 steht 0,5 Prozent höher. Aktien von Tesla rückten in den Vordergrund: Der Preis für die Basisversion des Model 3 liegt bei 35.000 Dollar. Um Kosten zu senken, soll der Verkauf der Premiumwagen auf das Internet umgestellt werden.
Gold leidet, Öl zieht an
Auch an den Rohstoffmärkten reagieren Investoren auf die Neuigkeiten zum Handelsstreit. Mit der Aussicht auf eine Lösung sinkt die Wahrscheinlichkeit einer stärkeren weltweiten Konjunkturabkühlung. Brent wird im frühen Geschäft bei 67 Dollar taxiert. Mit der wieder erhöhten Risikobereitschaft sinkt hingegen die Nachfrage nach Gold, die Feinunze steht bei 1312 Dollar. Keine deutlichen Bewegungen zeigt der Devisenmarkt. Zuletzt hatte der Euro den höchsten Stand seit rund drei Wochen erreicht. Zum Wochenschluss steht der Kurs nach guten US-Daten wieder tiefer bei 1,137 Dollar.
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