MÄRKTE AM MORGEN | Startschuss für die nächste Aufwärtswelle?
Folgt auf den gestrigen Sprung beim DAX ähnlich wie zu Monatsbeginn wieder eine Bullenfalle oder zieht der Markt nun bis an die 200-Tage-Linie? Noch gibt es keine neuen Fakten zum Handelsstreit und Brexit, aber darauf wollen Anleger offenbar auch nicht warten. Wer jetzt kauft steigt ein in der Hoffnung, dass die Probleme gelöst werden. US-Präsident Donald Trump sieht die Verhandlungen auf einem guten Weg, die Zollfrist Anfang März könnte verlängert werden. Derzeit werden angeblich die Umrisse einer Einigung skizziert, Mitte kommenden Monats könnte der Deal stehen.
Ob dies dann auch für den DAX positiv ist, muss sich zeigen. Trump dürfte nach einer Lösung des Konflikts mit China von seiner harten Linie noch mehr überzeugt sein und den Druck auf die Europäische Union erhöhen. Er ließ bereits durchblicken, Zölle auf EU-Autos einzuführen, wenn kein Handelsabkommen erzielt wird.
Und auch beim Brexit zeichnet sich eine mögliche Lösung ab. Der britische Außenminister Jeremy Hunt fordert von der EU einen Kompromiss hinsichtlich der irisch-nordirischen Grenze. Sollte Brüssel eine Änderung der Backstop-Klausel akzeptieren, wäre wohl eine Mehrheit im britischen Parlament für den Brexit-Vertrag in Reichweite.
Fed bleibt vorsichtig
Im vorbörslichen Handel setzt der DAX seine Erholung fort und wird 0,4 Prozent höher taxiert bei 11.450 Punkten. Keine klaren Signale senden die asiatischen Börsen: In China gaben die Indizes um 0,3 Prozent nach, der Nikkei rückte um 0,1 Prozent vor. Japans Einkaufsmanagerindex sank auf den tiefsten Stand seit Oktober 2016.
In den USA zeigte der Dow Jones erneut Respekt vor der 26.000er-Marke, nach einem zähen Handelsverlauf blieb ein Plus von 0,2 Prozent auf 25.954 Zähler. Das Protokoll der jüngsten Fed-Zinssitzung fiel als Impulsgeber aus – die Notenbanker verwiesen erneut auf die Risiken für das US-Wirtschaftswachstum. Öl verzeichnete am Mittwoch den sechsten Tagesgewinn in Folge und profitiert vom steigenden Aktienmarkt sowie der Aussicht auf Förderbegrenzungen. Gold verteidigt die jüngsten Gewinne und steht bei 1338 Dollar, der Euro wird mit 1,133 Dollar gehandelt.
Henkel und Telekom erhöhen Dividende
Dank einer stabilen Geschäftsentwicklung im vierten Quartal sollen die Aktionäre von Henkel eine Dividende von 1,85 Euro je Vorzugsaktie erhalten und damit sechs Cent mehr als im Vorjahr. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern bestätigte zudem die Prognosen für das Gesamtjahr und den Zeitraum ab 2020.
Die Deutsche Telekom profitierte wie erwartet von der anhaltend starken Entwicklung der US-Tochter. Erfreulich liefen die Geschäfte auch in Europa und auf dem Heimatmarkt. Anleger können sich über die vierte Dividendenerhöhung in Folge freuen, pro Aktie werden 0,70 Euro vorgeschlagen.
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