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Telekom, Daimler, RWE: Euro und Zinsen geben die Richtung vor
Bereits knapp unter dem bisherigen Monatshoch und damit der nächsten, eher schwachen Barriere bei rund 12.500 bis 12.530 Punkten lässt das Interesse am deutschen Leitindex derzeit nach. Anders als noch vor wenigen Monaten, als jeder Rücksetzer sofort gekauft wurde, dominiert nun Zurückhaltung. Erholungen werden seit einigen Tagen zum Ausstieg genutzt, die Stimmungslage hat sich verändert.
Noch aber sind die Würfel nicht gefallen, auch zum heutigen Auftakt legt der DAX leicht zu. Der Nikkei setzte sich wieder von der Schwelle bei 20.000 Zählern ab, während in New York vor allem Tech-Schwergewichte wie Amazon, Apple und Facebook gefragt waren. Entsprechend positiv dürften heute die Papiere von SAP, Software AG und Dialog Semiconductor reagieren. Bei der Lufthansa schauen Anleger auf die Verkehrszahlen für Juni (13 Uhr). Zudem berichtet Pepsico am Mittag über die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal.
Export und Verschuldung im Fokus
Für Unruhe sorgt zudem der unverändert hohe Euro: Mit Kursen von 1,14 Dollar steht die Gemeinschaftswährung am oberen Rand der seit Anfang 2015 etablierten Seitwärtsspanne. Gerade für die stark auf den Export ausgerichteten deutschen Unternehmen wie Daimler und Siemens ist dies von Nachteil. Die Produkte werden auf den Weltmärkten teurer, was sich negativ auf die Nachfrage und damit die Umsatzseite auswirken kann.
Auch die steigenden Zinsen stellen einen Belastungsfaktor dar, besonders für hochverschuldete Konzerne. Dazu zählen die Versorger und die Deutsche Telekom. Die Bonner sitzen auf Nettoschulden von 50 Mrd. Euro, Eon und RWE haben rund 24 Mrd. Euro in den Büchern. Anziehende Renditen bremsen zudem die Kauflaune nach Aktien mit hoher Dividendenrendite wie Münchener Rück, Daimler, RWE und ProSiebenSat.1.
Aktuelle Unlimited Turbos auf Deutsche Telekom

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Basispreis/
KO-Schwelle |
14,0666 |
| Hebel |
9,88 |
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Open End |
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Basispreis/
KO-Schwelle |
17,0406 |
| Hebel |
10,54 |
| Laufzeit |
Open End |
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