MÄRKTE AM MORGEN | US-Daten bestimmen den Wochenausklang

Wie immer am ersten Freitag im Monat stehen die US-Arbeitsmarktdaten im Zentrum des Interesses (14.30 Uhr). Die Unsicherheit ist groß, nachdem der Beschäftigungsaufbau zuletzt starke Schwankungen zeigte.

Wie immer am ersten Freitag im Monat stehen die US-Arbeitsmarktdaten im Zentrum des Interesses (14.30 Uhr). Die Unsicherheit ist groß, nachdem der Beschäftigungsaufbau zuletzt starke Schwankungen zeigte. Auf das Stellenplus von 311.000 im Januar folgte ein schwacher Zuwachs von 20.000 im Februar. Fraglich ist, ob dies nur ein Ausreißer war oder es eine nachhaltige Abschwächung gibt. Den Prognosen zufolge wird für März ein Beschäftigungsaufbau von 175.000 und eine stagnierende Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent erwartet. Im Blick steht vor allem die Lohndynamik, nachdem die Quote im Februar mit 3,4 Prozent den höchsten Stand seit April 2009 erreicht hatte. Von den Ergebnissen erhoffen sich Anleger neue Hinweise üben den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Die Währungshüter hatten zuletzt angekündigt, datenabhängig entscheiden zu wollen.

In dieser Woche kamen bisher gemischte Zahlen vom Arbeitsmarkt. Die am Mittwoch veröffentlichten ADP-Beschäftigtendaten aus der Privatwirtschaft lagen deutlich unter den Erwartungen. Hingegen fielen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den tiefsten Stand seit rund 50 Jahren.

Runde Schwelle im Blick

Zum Auftakt bleibt die Stimmung in Europa freundlich. Vorbörslich steht der DAX leicht im Plus oberhalb der 12.000er-Schwelle. Am Donnerstag markierte der Index mit 12.029 Zählern ein neues Jahreshoch. Im Blickpunkt bleiben die Finanzwerte. Commerzbank-Chef Martin Zielke hat versucht, Mitarbeiter der Bank von den Vorteilen einer Fusion mit der Deutschen Bank zu überzeugen.

Keine großen Ausschläge zeichnen sich bei den Rohstoffen ab. An den Ölmärkten stützte zuletzt die Aussicht auf ein Ende des Handelsstreits, Brent steht knapp unter 70 Dollar. Gold pendelt ebenfalls seitwärts bei 1288 Dollar. Der Euro erholt sich nach dem gestrigen Rücksetzer im asiatischen Handel und steht bei 1,122 Dollar.

Trump schürt Hoffnungen

Überwiegend freundliche Signale kommen von den Börsen in Übersee. Der Dow Jones setzte seine Aufwärtsbewegung fort und rückte um 0,6 Prozent vor. Keine klare Tendenz zeigten die Technologieaktien, der Nasdaq 100-Index beendete den Tag nahezu unverändert. Aktien von Tesla sackten um acht Prozent ab, die Zahlen zur Produktion und den Auslieferungen lagen deutlich unter den Erwartungen.

In China und Hongkong blieben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen. Der Nikkei profitierte hingegen von einem leicht schwächeren Yen und rückte um 0,4 Prozent vor. Impulsgeber bleiben die laufenden Handelsgespräche. Chinas Präsident Xi Jinping sieht angeblich substanzielle Fortschritte und forderte einen baldmöglichen Abschluss. US-Präsident Donald Trump hält einen Deal innerhalb von etwa vier Wochen für denkbar.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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