MÄRKTE AM MORGEN | Yellen, Euro und der DAX: Weichenstellung voraus
Am Dienstag schaute der DAX nur kurz über die Barriere bei rund 12.500 Punkten, anschließend zogen sich die Käufer wieder zurück. Besonders der Euro dämpft weiterhin die Laune, im frühen Geschäft wird der Kurs knapp unter der Marke von 1,15 Dollar gehandelt und damit auf dem höchsten Stand seit Mai 2016.
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Yellen, Euro und der DAX: Weichenstellung voraus
Am Dienstag schaute der DAX nur kurz über die Barriere bei rund 12.500 Punkten, anschließend zogen sich die Käufer wieder zurück. Besonders der Euro dämpft weiterhin die Laune, im frühen Geschäft wird der Kurs knapp unter der Marke von 1,15 Dollar gehandelt und damit auf dem höchsten Stand seit Mai 2016. Ausgehend vom Jahrestief steht die Gemeinschaftswährung bereits rund elf Prozent höher, nun rückt die Oberseite der seit Anfang 2015 bestehenden Trading-Range auf den Prüfstand.
Zinsausblick ist entscheidend
Wie es weitergeht, dürfte stark von Fed-Chefin Janet Yellen abhängen, die am Nachmittag dem Ausschuss des Repräsentantenhauses Rede und Antwort stehen muss. Die Anhörung beginnt um 16 Uhr, ihre Rede wird um 14.30 Uhr veröffentlicht. Verbunden damit ist auch die Hoffnung am deutschen Aktienmarkt in Richtung einer strafferen Geldpolitik der Fed, die dem Dollar wieder Auftrieb verschaffen könnte.
Größere Überraschungen zeichnen sich aber nicht ab: Im September werden die Notenbanker wahrscheinlich Details zum Ende der Reinvestitionen aus dem Anleihekaufprogramm verkünden, die nächste Zinserhöhung folgt aber wohl erst im Dezember. Die Bilanzreduzierung scheint aber kaum Einfluss auf das Währungspaar zu haben, richtungsweisend ist nur der Zinsausblick. Zudem schaut der Markt bereits auf Anfang 2018, wenn die Amtszeit von Yellen endet. Gerüchten zufolge könnte der ehemalige Investmentbanker Gary Cohn den Platz einnehmen. Auch dieser Unsicherheitsfaktor belastet derzeit den Greenback, zumal Cohn Anfang 2015 bereits vor einer zu starken Dollar-Aufwertung warnte.
Rohstoffe wieder gefragt
Leichten Aufwind verspürt zur Wochenmitte der Goldpreis. Sowohl der schwache Dollar wie auch der Zinsrückgang in den vergangenen Tagen stützen das Edelmetall. Pluszeichen dominieren auch bei den Ölpreisen, hier schauen Investoren auf den wöchentlichen US-Ölbericht um 16.30 Uhr.
Lustlos präsentiert sich hingegen der DAX, nachdem auch von der Wall Street keine Impulse ausgehen. Die Verschiebung der Sommerpause des Senats, um wichtige Gesetzesvorhanden zu bearbeiten, entfachte keine neue Fantasie. Neben der Yellen-Anhörung dürften viele Anleger zunächst den bevorstehenden Auftakt der Berichtssaison abwarten.
BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.
Vorbörslich geben die Bullen weiter Gas, womit der Index sich dem EMA50 bei gut 31.760 Punkten annähern könnte. Dort wurde der Dow Jones zuletzt Ende Mai/Anfang Juni ausgebremst.
Etwas darüber verläuft auch der EMA200 Stunde, womit die Luft für die Käufer kurzfristig etwas dünner wird. Ein Pullback in den Unterstützungsbereich um 1,0072 USD sollte heute nicht überraschen.