MÄRKTE AM MORGEN | Amazon und Alphabet brechen nach Zahlen ein
Nachdem der DAX gestern lange um die Nulllinie gependelt hatte, ging es nach der Börseneröffnung in den USA deutlich aufwärts, woraufhin der DAX den Handel mit einem Plus von 1,0 Prozent bei 11.307,1 Punkte abgeschlossen hat. Dass der ifo Geschäftsklimaindex für Oktober ein bisschen stärker gesunken war als Volkswirte vorhergesagt hatten, hatte am Morgen noch kurz für Verunsicherung bei Investoren gesorgt. Größter Gewinner im DAX war die Continental-Aktie, nachdem der Autozulieferer laut Finanzchef Wolfgang Schäfer im dritten Quartal besser abgeschnitten hat als befürchtet. Das Papier von Adidas legte um 3,1 Prozent zu, nachdem der Wettbewerber Puma die Prognose erhöht hat. EZB-Chef Mario Draghi hat auf der Pressekonferenz nach der EZB-Sitzung kaum etwas Neues gesagt.
Der S&P500 ist um 1,9 Prozent auf 2.705,6 Punkte geklettert. Allerdings liegt er damit weiter unter der 200-Tage-Linie von 2.767,6 Punkten. Angetrieben wurde der Markt von Microsoft, Tesla und Twitter, die Aktien waren nach der Vorlage der Quartalszahlen jeweils deutlich geklettert.
US-Technologieaktien im Fokus
Nach Börsenschluss in den USA haben Amazon, Alphabet und Intel die Ergebnisse vorgelegt. Der Umsatz von Amazon für das dritte Quartal lag leicht unter den Schätzungen der Analysten. Die Erlös- und Gewinnprognose für das laufende Quartal lag deutlich unter den Erwartungen der Finanzprofis. Die Aktie bricht vorbörslich um 6 Prozent ein. Die Erlöse von Alphabet erreichten 27,2 Mrd. Dollar, Analysten hatten allerdings ein bisschen mehr vorhergesagt. Das Papier rutscht um 3,6 Prozent ab. Hingegen hat Intel Investoren mit den Ergebnissen und dem Ausblick überzeugt. Das Papier legt um 2,3 Prozent zu.
BASF-Aktie unter Druck
Der Kursrutsch bei Amazon und Alphabet belastet die Börsen rund um den Globus. Der DAX sinkt vorbörslich auf 11.210 Punkte. Die BASF-Aktie ist mit einem Minus von 1,7 Prozent der zweitgrößte Verlierer im DAX. Zwar ist der Umsatz des Chemiekonzerns deutlich gestiegen, allerdings ist der bereinigte operative Gewinn deutlich gesunken. Der Brent-Preis gibt nach auf 76,4 Dollar je Barrel. Gold ist stabil bei1.232,1 Dollar je Unze.
Um 14.30 Uhr werden die Daten zum Wirtschaftswachstum der USA für das dritte Quartal bekanntgegeben. Die Universität Michigan veröffentlicht um 16 Uhr das US-Verbrauchervertrauen.
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