MÄRKTE AM MORGEN | Amazon und Tesla brechen ein

Nach einer Berg- und Talfahrt stand beim S&P500 gestern am Ende des Handelstages ein Minus von 0,3 Prozent zu Buche. Mit 2.605,0 Punkten notiert der Index damit leicht über der 200-Tage-Linie von 2.588,12 Punkten. Unter starkem Verkaufsdruck war anfangs die Amazon-Aktie nach einem Bericht der Medienfirma Axios, demnach US-Präsident Donald Trump die Steuerpolitik zulasten von Amazon ändern wolle. Nachdem das Weiße Hause den Bericht dementiert hat, erholte sich das Papier zwar etwas, dennoch stand am Ende ein Minus von 4,4 Prozent zu Buche. Immerhin hatte sich Trump in der Vergangenheit wiederholt negativ zu Amazon geäußert. Als drittgrößtes Schwergewicht im S&P500 hat das Papier des weltgrößten Internethändlers aber deutliche Auswirkungen auf den Gesamtmarkt.
Die Apple-Aktie war um 1,1 Prozent gesunken, nachdem die Analysten einer US-Bank die Absatzprognosen für das iPhone für das laufende und das nächste Quartal gesenkt hatten. Das Netflix-Papier gab um 5,0 Prozent nach. Während der Turbulenzen am US-Aktienmarkt waren die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen zwischenzeitlich bis auf 2,75 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit 6. Februar abgerutscht, ehe sie mit 2,78 Prozent auf dem Stand des Vortages aus dem Handel gegangen sind. Das zeigt die zunehmenden Konjunktursorgen der Investoren. Nach einem Bericht, dass Nordkorea ein Gipfeltreffen mit Japan anstrebe, war der Dollar gegenüber dem Yen und dem Euro deutlich gestiegen.
Korrektur der Tesla-Aktie weitet sich deutlich aus
Die Tesla-Aktie ist gestern um 7,7 Prozent eingebrochen und notiert damit am Zwölf-Monats-Tief. Die Ratingagentur Moody’s hat das Rating für den Hersteller von Elektroautos abgestuft und damit noch tiefer in den Bereich High Yield-Anleihen (Ramschanleihen) gedrückt. Bei Investoren könnten daraufhin erneut Sorgen hochgekocht sein, der Konzern könnte wegen der hohen Investitionen für das Hochfahren der Produktion des Model 3 schon bald eine größere Kapitalmaßnahme durchführen.
US-Daten im Fokus
Vorbörslich notiert der DAX bei 11.950 Punkten. Der Chef der Deutschen Bank John Cryan hat gestern in einem Brief an die Mitarbeiter betont, dass er Chef des Instituts bleiben wolle. Brent liegt bei 69,0 Dollar je Barrel. Der gestiegene Dollar belastet den Goldpreis, er notiert bei 1.325,0 Dollar je Unze.
Auf die Inflationsdaten für Deutschland schauen Investoren um 14 Uhr. Um 14.30 Uhr folgen die US-Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben. Gleichzeitig wird auch der PCE Preisindex (Personal Consumption Expenditures) bekanntgegeben. Er ist einer der wichtigsten Inflationsindikatoren der US-Notenbank. Die Universität Michigan veröffentlicht um 16 Uhr die Daten zum US-Verbrauchervertrauen.
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