08.08.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Angstbarometer mahnt zur Vorsicht

Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage kaum sein. Während der DAX im internationalen Vergleich weiterhin nur die Rücklichter sieht, stehen die wichtigsten Indizes in den USA wieder im Bereich ihrer Bestmarken. Trotz des schwelenden Handelsstreits zeigen sich die Akteure an der Wall Street sehr entspannt.

Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage kaum sein. Während der DAX im internationalen Vergleich weiterhin nur die Rücklichter sieht, stehen die wichtigsten Indizes in den USA wieder im Bereich ihrer Bestmarken. Trotz des schwelenden Handelsstreits zeigen sich die Akteure an der Wall Street sehr entspannt. Kaum ein Anleger rechnet mit stärkeren Kursverlusten, der VIX notiert mit weniger als elf Punkten auf dem tiefsten Stand seit Januar. Allerdings zählt das Angstbarometer zu den klassischen Kontraindikatoren: Dominiert große Zuversicht und somit Sorglosigkeit, nimmt die Korrekturgefahr zu. Gegenwind könnte in den kommenden Tagen vom Anleihemarkt ausgehen. Die Rendite der zehnjährigen Papiere setzte auch am Dienstag die Aufwärtsbewegung fort und steht mit 2,98 Prozent nur noch knapp unter der viel beachteten Schwelle von drei Prozent. Allerdings dürfte sich die Marke als hohe Hürde erweisen. Zuletzt kletterten die Wetten auf eine anziehende Rendite bei den zehnjährigen Papieren auf einen Rekordwert von 600.000 Kontrakten.

Tesla vor Privatisierung?

Die US-Börsen zeigten sich zumindest am Dienstag noch unbeeindruckt, der S&P 500 steht nur knapp unter dem Ende Januar erreichten Rekordhoch bei 2873 Zählern. Für den Nasdaq 100-Index ging es ebenfalls um 0,3 Prozent aufwärts. Gewinne von rund elf Prozent verbuchte die Tesla-Aktie, nachdem Konzernchef Elon Musk durchblicken ließ, den Elektroautobauer von der Börse zu nehmen. Den Plänen zufolge könnte Tesla bei einem Aktienkurs von 420 Dollar privatisiert werden, die Finanzierung sei gesichert. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht.

Eon und Münchener Rück mit Zahlen

In Frankfurt blicken Anleger hingegen mit Sorgen auf die jüngste Verschärfung im Handelsstreit. Die USA verkündeten in der Nacht, Importe aus China im Umfang von 16 Mrd. Dollar ab dem 23. August mit zusätzlichen Zöllen zu belasten. Etwas Rückenwind kommt hingegen aus Asien. China meldete robuste Handelszahlen, die Exporte und Importe legten stärker zu als erwartet.

Unter den Einzelwerten richtet sich das Interesse auf die Papiere der Münchener Rück. Hohe Schäden im zweiten Quartal drückten das Ergebnis. Mit einem Nachsteuergewinn von 728 Mio. Euro wurden die Analystenprognosen verfehlt. Dennoch bestätigte der Konzern die Gewinnprognose für das Gesamtjahr.

Gute Ergebnisse lieferte hingegen Eon ab. Zur Halbzeit des Geschäftsjahres hat der Energiekonzern bereits einen Großteil des anvisierten Jahresüberschusses eingefahren. So kletterte der bereinigte Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 1,052 Mrd. Euro.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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