MÄRKTE AM MORGEN | Apple-Bilanz und Hochspannung am Nachmittag
Während von den DAX-Firmen erst wieder in der nächsten Woche zahlreiche Bilanzen erwartet werden, hält die Zahlenflut in den USA an. Heute rücken die beiden Öl-Konzerne Exxon Mobil und Chevron in den Fokus. Zunächst aber schaut der Markt auf die Neuigkeiten von Apple. Im vierten Quartal übertraf der Konzern beim Gewinn je Aktie und Umsatz die Erwartungen, enttäuschte aber bei den iPhone-Verkäufen. Auf die Stimmung drückt aber besonders die enttäuschende Umsatzprognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft. Negativ wurde auch die Entscheidung aufgenommen, künftig keine Absatzzahlen für iPhones, iPads sowie Mac-Computer zu veröffentlichten. Nachbörslich sackte der Kurs um bis zu sieben Prozent ab.
Trump liefert Impulse
Die europäischen Börsen dürften dennoch deutlich fester in den Handel starten, der DAX steht vorbörslich rund 1,3 Prozent höher bei 11.620 Punkten. In Japan kletterte der Nikkei sogar um gut 2,5 Prozent, der Future auf den S&P 500 legt um 0,9 Prozent zu. Grund für die Kauflaune sind hoffnungsvolle Signale zum Handelsstreit. Berichten zufolge hat US-Präsident Trump wichtige Regierungsvertreter gebeten, einen Entwurf für ein Handelsabkommen mit China vorzubereiten. Allerdings dürfte die Skepsis groß bleiben: Mit Blick auf die anstehenden US-Zwischenwahlen am 6. November könnte es sich auch nur um ein taktisches Manöver handeln.
Auch an den Rohstoff- und Devisenmärkten kommt es zu deutlichen Bewegungen. Der Euro löst sich von den jüngsten Tiefs und steht bei 1,143 Dollar. Davon profitieren die Rohstoffe, Gold und Silber verteidigen die gestrigen Gewinne. Am Ölmarkt ist ebenfalls wieder eine höhere Risikobereitschaft zu beobachten.
Wichtige Entscheidungen ab dem Nachmittag
Viel Zeit um Luft zu holen bleibt allerdings nicht. Wie fast immer am ersten Freitag im Monat dürfte der offizielle US-Arbeitsmarktbericht um 13.30 Uhr wesentlich die Tagestendenz entscheiden. Der Markt rechnet erneut mit einem soliden Stellenaufbau von 190.000 und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent. Wichtig wird auch die Entwicklung der Stundenlöhne, Analysten erwarten einen Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sollte der Wert stärker zulegen, könnte dies als Signal für einen wachsenden Inflationsdruck interpretiert werden und Sorgen vor stärker steigenden Zinsen schüren.
Spannend wird es dann noch einmal nach Börsenschluss um 18 Uhr, wenn die Ergebnisse des Banken-Stresstest verkündet werden. Neben den italienischen Instituten rücken in Deutschland die Deutsche Bank und Commerzbank in den Fokus. Zuletzt waren die Papiere der Deutschen Bank auf ein Rekordtief gefallen. Mit dem Test wurde geprüft, ob die Banken auch bei einer schweren Rezession über ausreichend Kapitalpuffer verfügen.
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