03.05.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Bayer, Adidas, Infineon, Fresenius und Vonovia: Tag der Wahrheit

Während die amerikanische Berichtssaison bisher sehr erfreulich verläuft und über 80 Prozent der Firmen die Analystenerwartungen übertroffen haben, fallen die Bilanzen der deutschen Firmen nicht so beeindruckend aus. Mehrere Unternehmen wie Continental und Daimler verwiesen auf negative Währungseffekte.

Während die amerikanische Berichtssaison bisher sehr erfreulich verläuft und über 80 Prozent der Firmen die Analystenerwartungen übertroffen haben, fallen die Bilanzen der deutschen Firmen nicht so beeindruckend aus. Mehrere Unternehmen wie Continental und Daimler verwiesen auf negative Währungseffekte. Der starke Euro bremst die Quartalsgewinne und belastet so den mit zahlreichen Exportwerten gespickten DAX. Allerdings könnte sich der Effekt nun umdrehen: Euro/Dollar hat zuletzt die sehr enge Seitwärtsspanne der vergangenen Monate nach unten verlassen, der Dollar befindet sich wieder im Aufwind.

Zinsen steigen

Rückenwind gab es am Mittwoch von der US-Notenbank: Die Währungshüter machen sich offenbar keine größeren Sorgen mehr über eine zu niedrige Inflation, der Leitzins blieb wie erwartet unverändert bei 1,5 bis 1,75 Prozent. Damit verdichten sich die Anzeichen, dass die Notenbanker in diesem Jahr den Leitzins schneller anheben. Bisher hat der Markt nur die von der Fed in Aussicht gestellten zwei weiteren Zinserhöhungen bis Jahresende voll eingepreist. Erst allmählich steigt die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt. Zahlreiche Investoren könnten nun auf dem falschen Fuß erwischt werden, die Netto-Spekulationen auf einen steigenden Euro/Dollar liegen auf Rekord.

Die Aussagen der Fed lösten am US-Aktienmarkt Verkäufe aus, der Dow Jones kam im späten Geschäft unter Druck und ging 0,7 Prozent tiefer aus dem Handel. In den Vordergrund rückt der Handelsstreit mit China. Eine hochrangige US-Delegation ist in Peking eingetroffen, Anleger rechnen aber kaum mit einem Durchbruch bei den Verhandlungen. Bei den Einzelwerten stand Tesla nach Zahlen im Fokus. Der Elektroautobauer steigerte den Verlust im abgelaufenen Quartal von 330 auf 710 Mio. Dollar. Im späten Handel sackte die Aktie rund fünf Prozent ab.

Berichtssaison startet durch

Mit dem gestrigen Sprung über einen bisher zähen Verkaufsbereich sowie die 200-Tage-Linie lieferten der DAX eine starke Vorstellung. Aber erst die kommenden Tage werden zeigen, ob auf das rein technisch positive Signal weitere Anschlusskäufe folgen.

Zahlreiche Unternehmen öffneten vor Handelsbeginn bereits ihre Bücher. Bayer rechnet nach einem Gewinnrückgang im ersten Quartal auch im Gesamtjahr mit einer schwächeren Entwicklung beim Umsatz und bereinigtem Ebitda. Adidas blieb hingegen in der Erfolgsspur: Gute Geschäfte in Nordamerika, China und im Internet ließen den operativen Gewinn stärker steigen als erwartet. Infineon blickt ebenfalls optimistischer in die Zukunft. Der Chiphersteller profitierte vor allem von einer starken Nachfrage nach Halbleitern für die Automobilindustrie. Fresenius traf die Erwartungen der Analysten und sieht sich auf einem guten Weg zu den Jahreszielen. Die Tochter Fresenius Medical Care übertraf beim Gewinn und Umsatz die Prognosen, kämpft aber mit dem starken Euro und den Herausforderungen im US-Gesundheitssystem. Auch bei Vonovia brummt das Geschäft, Deutschlands größter Wohnungskonzern verdiente operativ mehr erhöhte die Prognose für 2018.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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