06.09.2018 10:30
Anzeige

MÄRKTE AM MORGEN | Crashmonat Oktober als Hoffnungsschimmer

Der September macht seinem Ruf als schwächster Börsenmonat alle Ehre und lässt die Aktienmärkte rund um den Globus in den ersten Tagen des Monats sinken. Die Unsicherheit aufgrund des Handelsstreits, vor allem zwischen den USA und China, sind groß, zumal heute die von US-Präsident Trump gesetzte Frist für eine Einigung ausläuft und keine Lösung in Sicht ist.

Der September macht seinem Ruf als schwächster Börsenmonat alle Ehre und lässt die Aktienmärkte rund um den Globus in den ersten Tagen des Monats sinken. Die Unsicherheit aufgrund des Handelsstreits, vor allem zwischen den USA und China, sind groß, zumal heute die von US-Präsident Trump gesetzte Frist für eine Einigung ausläuft und keine Lösung in Sicht ist. Während die aktuelle Marktphase turbulent bleiben dürfte, macht der Crashmonat Oktober dagegen Hoffnung, insbesondere weil die Zwischenwahlen Anfang November anstehen und Anleger schon vorher optimistischer werden. Dabei wird das Repräsentantenhaus neu gewählt und ein Drittel des Senats. Werden die Zwischenwahljahre mit anderen Jahren verglichen, dann fällt auf, dass der September in beiden Fällen schwächelt und im Schnitt leichte Verluste produziert. Anfang Oktober jedoch präsentieren sich die Zwischenwahljahre in einer besseren Verfassung und eine Jahresendrally beginnt dann bereits.

Drei interessante Monate

Außerhalb der Zwischenwahljahre startet eine Jahresendrally im Schnitt später und in der Zeit nach dem Wahltag sind die Anstiege in den Zwischenwahljahren stärker. Besonders stark war der Dreimonatszeitraum um die Zwischenwahlen: einen Monat vor und zwei Monate danach. Die Analysten der Deutschen Bank haben festgestellt, dass in dieser Zeit in den vergangenen 21 Zwischenwahljahren nur ein einziges Mal ein Verlust entstanden ist und ein durchschnittlicher Gewinn (Median) von 8 Prozent zustande gekommen ist. In der Analyse wurde auch festgestellt, dass es zusammen mit dieser Kursentwicklung ebenfalls eine starke wirtschaftliche Phase gegeben hat. Der Treiber für die Märkte sind also nicht die Zwischenwahljahre, sondern die positive Unternehmens- und Konjunkturentwicklung in dieser Zeit.

Rekorddefizite könnten Handelsstreit verschärfen

Aktuell belastet jedoch der Handelsstreit wie die gestrigen Daten für die US-Handelsbilanz gezeigt haben. Das Defizit machte einen Riesensatz auf 50,1 Milliarden US-Dollar und im Außenhandel mit China und der EU erreichte das Defizit neue Rekordwerte. Doch auch andere Bereiche machen den Anlegern derzeit Sorgen. So gab es gestern im US-Technologiesektor Gewinnmitnahmen, weil Facebook und Twitter eine stärkere Regulierung nach den Datenskandalen der Vergangenheit droht. Heute früh in Asien zeigen sich die Märkte ebenfalls von ihrer schwächeren Seite und geben leicht nach. Am stärksten verliert der Hang Seng-Index mit mehr als einem Prozent. Auch der DAX liegt vorbörslich etwas im Minus.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

Weitere Nachrichten
BNP Paribas
18.07.2022 15:30
Vorbörslich geben die Bullen weiter Gas, womit der Index sich dem EMA50 bei gut 31.760 Punkten annähern könnte. Dort wurde der Dow Jones zuletzt Ende Mai/Anfang Juni ausgebremst.
18.07.2022 11:00
Etwas darüber verläuft auch der EMA200 Stunde, womit die Luft für die Käufer kurzfristig etwas dünner wird. Ein Pullback in den Unterstützungsbereich um 1,0072 USD sollte heute nicht überraschen.
18.07.2022 10:30
Mit dem Verlassen des Abwärtstrends ist eine stärkere Zwischenerholung bei Brent möglich. Spielraum bietet sich bis in den Bereich der 105,55 USD.