04.02.2019 08:48
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MÄRKTE AM MORGEN | Das Eis ist weiter sehr dünn

Nach den deutlich besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag ist die Agenda für die nächsten Tage sehr dünn. Aus China wird es keine weiteren Anhaltspunkte geben, wie stark die Konjunktur bereits unter dem Handelsstreit leidet. Die gesamte Woche über wird das chinesische Neujahrsfest gefeiert, die Börsen bleiben geschlossen. Umso stärker rücken daher die Firmenbilanzen in den Mittelpunkt

Nach den deutlich besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag ist die Agenda für die nächsten Tage sehr dünn. Aus China wird es keine weiteren Anhaltspunkte geben, wie stark die Konjunktur bereits unter dem Handelsstreit leidet. Die gesamte Woche über wird das chinesische Neujahrsfest gefeiert, die Börsen bleiben geschlossen. Umso stärker rücken daher die Firmenbilanzen in den Mittelpunkt. Caterpillar und der Chemieriese DowDuPont hatten zuletzt enttäuscht und Sorgen vor einer Abschwächung der Weltkonjunktur geschürt. Unter den DAX-Werten berichten in dieser Woche Daimler, Infineon und Munich Re.

Lage bleibt fragil

Besonders an den europäischen Börsen ist seit einigen Tagen wieder eine nachlassende Kaufbereitschaft zu beobachten, die Indizes zeigen Relative Schwäche gegenüber den US-Märkten. War die starke Erholung seit Ende Dezember nur eine Bärenmarktrally oder handelt es sich um eine nachhaltige Erholungen? In stärkeren Korrekturen sind Gegenbewegungen normal, Erholungen werden jeweils zum Ausstieg genutzt. Berechtigte Hoffnungen sind erst angebracht, wenn nach guten Börsenphasen kaum Verkaufsdruck aufkommt und der Markt weiter steigt. Vor dieser Weichenstellung befindet sich derzeit auch der DAX.

In der vergangenen Woche setzte sich die Schwäche fort: Der DAX verlor knapp ein Prozent, während der Dow Jones um rund 1,3 Prozent zulegte. Auch am Freitag dominierten in den USA bei den Standardwerten die Pluszeichen – der Dow rückte um 0,3 Prozent vor. Mit Zuversicht wurde die Aussage von US-Präsident Donald Trump aufgenommen, bei dem geplanten Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping den „größten Deal aller Zeiten“ vereinbaren zu können.

Rückenwind für die europäischen Börsen kommt zudem aus Asien. In Tokio legte der Nikkei um 0,5 Prozent zu, obwohl die jüngsten Einkaufsmanagerdaten aus China nicht überzeugten. Insgesamt dominiert dennoch eine steigende Risikoneigung, Gold verliert im frühen Handel um 0,4 Prozent. Unverändert liegt Brent im Markt bei knapp 63 Dollar. Am Devisenmarkt steht der Euro unter Druck und wird mit 1,144 Dollar taxiert.

Telefonkonferenz bei Wirecard

Zum Wochenauftakt startet der DAX zunächst ruhig und steht vorbörslich unverändert bei 11.180 Punkten. Die Aufmerksamkeit der Anleger fokussiert sich auf Wirecard: Nach dem Absturz von 25 Prozent am Freitag hat der Zahlungsabwickler die Berichte über finanzielle Unregelmäßigkeiten zurückgewiesen. Gegen 13 Uhr soll eine Telefonkonferenz für Klarheit sorgen.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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