MÄRKTE AM MORGEN | DAX hält sich trotz Währungskrise in den Emerging Markets
Die Türkei-Krise hat sich gestern weiter verschärft, die Lira ist gegenüber dem Dollar auf neue Rekordtiefs von um die sieben Lira je Dollar gesunken. Einige andere Währungen aus den Emerging Markets waren ebenfalls deutlich unter Druck, so ist der argentinische Peso ebenfalls auf neue Rekordtiefs zurückgegangen. Dennoch ist der DAX um lediglich 0,5 Prozent gesunken. Die Bayer-Aktie ist nach einem Urteilsspruch in einem US-Rechtsstreit eingebrochen.
Der S&P500 hat ein Minus von 0,4 Prozent verbucht, das war der vierte Tag in Folge mit einem Rückgang. Dabei waren Energie-, Bergbau- und Finanzwerte unter Druck. Die Tesla-Aktie war stabil, nachdem Vorstandschef Elon Musk versucht hatte per Tweets zu erklären, wie er es gemeint habe, dass die Finanzierung für den Börsenrückzug „gesichert“ sei. Später hat er getweetet, dass er mit Silver Lake und einer US-Bank an seinem „Vorhaben“ arbeite, den Elektroautobauer von der Börse zu nehmen. Das Netflix-Papier ist um 1,3 Prozent gesunken, nachdem Finanzchef David Wells seinen Rückzug angekündigt hat.
RWE, K+S und Nordex legen Ergebnisse vor
RWE hat im ersten Halbjahr einen bereinigten operativen Gewinn von 825 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Zahl lag trotz des deutlichen Rückgangs im Rahmen der Erwartungen. Deutschlands zweitgrößter Versorger bestätigte die Jahresprognose. RWE stellt wegen der geplanten Übernahme der Tochter Innogy durch E.ON die Berichtsweise um.
Der Düngerhersteller K+S hat im zweiten Quartal den Umsatz deutlich gesteigert. Allerdings war der operative Konzern eingebrochen. K+S hatte vor wenigen Tagen eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr abgegeben. Nordex hat im ersten Halbjahr kräftige Rückgänge bei Erlös und operativem Gewinn verbucht. Der Hersteller von Windkraftanlagen bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr.
Goldpreis setzt Talfahrt fort
Der DAX erholt sich heute vorbörslich auf 12.430 Punkte. Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen und damit etwas stärker als Volkswirte vorhergesagt hatten. Hingegen lagen die Juli-Zahlen aus China zu Einzelhandelsumsätzen, Industrieprodukten und Investitionen jeweils unter den Erwartungen.
Der Brent-Preis liegt bei 72,9 Dollar je Barrel. Wegen des gestiegenen Dollar fällt der Goldpreis auf 1.196 Dollar je Unze, das ist das niedrigste Niveau seit Januar 2017. Die Zahlen zum Wirtschaftswachstum der Euro-Zone werden um 11 Uhr veröffentlicht. Gleichzeitig wird der ZEW Index für Deutschland bekanntgegeben.
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