23.08.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | DAX in der Warteschleife – Hochspannung am Krypto-Markt

Zur Wochenmitte verhinderte die Gewinnwarnung bei Continental eine Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung beim DAX. Heute bremst der schwelende Handelsstreit. Die Hoffnungen auf eine Lösung schwinden allmählich, weil die Delegationen nicht hochranging besetzt sind.

Zur Wochenmitte verhinderte die Gewinnwarnung bei Continental eine Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung beim DAX. Heute bremst der schwelende Handelsstreit. Die Hoffnungen auf eine Lösung schwinden allmählich, weil die Delegationen nicht hochranging besetzt sind. Auf die Stimmung drücken zudem neue US-Strafzölle auf chinesische Produkte im Wert von 16 Mrd. Dollar, die heute in Kraft treten. China kündigte umgehend Zölle in gleicher Größenordnung an.

Neuer Rekord

Mit dem gestrigen Handelstag verbuchte der marktbreite S&P 500 den längsten Bullenmarkt der Geschichte, seit dem 9. März 2009 büßte der Index kein einziges Mal um mehr als 20 Prozent ein. Die Stimmung war dennoch verhalten, schwache Zahlen vom Immobilienmarkt und fehlende positive Impulse setzten zur Wochenmitte den amerikanischen Börsen zu. Der Dow Jones notierte fast den gesamten Handel über im roten Bereich und schloss mit minus 0,3 Prozent nahezu am Tagestief. Telekom- und Industrie-Werte zählten zu den größten Verlierern, während Energietitel wie Exxon Mobil und Chevron ganz oben mitspielten. Zuvor waren die US-Rohöllagerbestände unerwartet deutlich gesunken, Brent und WIT legten kräftig zu. Kursgewinne verzeichneten zugleich die Tech-Werte, der Nasdaq Composite-Index rückte um 0,4 Prozent vor.

Auch das Protokoll der letzten Notenbanksitzung erwies sich als Belastung für die Aktienmärkte. Die Währungshüter ließen an einer neuerlichen Zinserhöhung auf der nächsten Sitzung im September keinen Zweifel aufkommen und erhöhten zugleich den Wachstumsausblick für 2018 und 2019.

In Asien hielten sich Händler ebenfalls zurück, der Zollstreit stand im Fokus. Nach drei Handelstagen mit Kursgewinnen büßte Chinas Börse um 0,3 Prozent ein. Der Nikkei kletterte hingegen um 0,2 Prozent, defensive Titel waren gefragt. Entsprechend zurückhaltend wird der Handel in Frankfurt erwartet, der DAX steht vorbörslich nahezu unverändert bei 12.370 Punkten. Frischen Schwung könnten die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland (09.30 Uhr) und den Euroraum (10.00 Uhr) bringen. Zudem beginnt das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole.

Entscheidung bei den Kryptowährungen

Mit stärkeren Bewegungen ist hingegen am Krypto-Markt zu rechnen. Heute entscheidet die amerikanische Börsenaufsicht SEC darüber, ob zwei Bitcoin-ETFs zugelassen werden. Allerdings soll der ETF auf Bitcoin-Future-Kontrakten basieren und nicht auf den Preisen „echter“ Bitcoins. Sollte die SEC dem Konzept eine Absage erteilen, könnten die Preise unter Druck geraten. Wichtiger wird aber erst die Entscheidung im September über einen ETF, der durch „physische“ Bitcoins gedeckt sein soll.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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