MÄRKTE AM MORGEN | DAX ist im Bann des Handelskriegs
Obwohl die Apple-Aktie am Freitagfrüh eingeknickt war, war der DAX mit kräftigen Gewinnen in den Handel gestartet. Grund war ein Medienbericht, demnach US-Präsident Donald Trump daran interessiert sei, beim G20-Treffen Ende November in Buenos Aires eine Einigung mit China im Handelsstreit zu erzielen. Ein paar Stunden später dementierte allerdings sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow die Meldung, woraufhin der DAX einen Großteil der Gewinne abgab und mit einem Plus von 0,4 Prozent am Tagestief von 11.519,0 Punkten schloss. In der letzten Stunde vor Handelsschluss in den USA sagte Trump, dass er an einem Deal interessiert sei, woraufhin der S&P500 seine Verluste eingegrenzt hat und am Ende nur noch ein Minus von 0,6 Prozent bei 2.723,1 Punkte zu Buche stand. Dennoch hat sich der Index von der 200-Tage-Linie bei 2.764,7 Punkten entfernt. Einige Analysten verwiesen darauf, dass Trumps Aussagen mit den Halbzeitwahlen am morgigen Dienstag zu tun haben könnten.
Größter Gewinner im DAX war die Lufthansa-Aktie nach einem optimistischen Ausblick der British-Airways-Mutter IAG. Hingegen ist das Papier von Wirecard nach einem kritischen Analystenkommentar um 6,5 Prozent eingebrochen und war damit der größte Verlierer. Im S&P500 ist die Apple-Aktie um 6,6 Prozent abgerutscht, der Börsenwert ist mit 986,6 Mrd. Dollar unter die Marke von einer Billion Dollar gesunken. Hingen ist die Starbucks-Aktie nach der Zahlenvorlage um 9,7 Prozent auf ein Rekordhoch nach oben geschossen.
WTI fällt auf Sieben-Monats-Tief
Der Kursrückgang beim S&P500 hat auch den Ölpreis mit nach unten gezogen. Heute treten die US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Einige Länder sind davon allerdings zeitweise ausgenommen, wie Indien, Japan und Südkorea. Das drückt auf die Notierung des Rohstoffs. Der Brent-Preis liegt mit 72,6 Dollar je Barrel rund zwei Prozent über dem Sechs-Monats-Tief.
Schwache Daten aus China
Der DAX notiert vorbörslich bei 11.525 Punkten. Der Nikkei225 ist um 1,6 Prozent gesunken, bei chinesischen Aktien steht ein Minus von 0,9 Prozent zu Buche. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor Chinas ist im Oktober deutlich stärker gesunken als Volkswirte vorhergesagt hatten. Der Goldpreis ist stabil bei 1.232,0 Dollar je Unze. Um 16 Uhr wird der Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor veröffentlicht
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