MÄRKTE AM MORGEN | DAX setzt Erholungskurs fort
Angetrieben von positiven Impulsen aus den USA hat der DAX am Freitag ein Plus von 0,3 Prozent verbucht. So hatte die US-Wirtschaft im Juni mehr Jobs geschaffen als erwartet. Die Aktie der Deutschen Bank hat um 2,5 Prozent zugelegt nach einem Medienbericht, demnach angeblich JPMorgan und die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) Interesse an einem Einstieg bei der Deutschen Bank hätten. JPMorgan hat den Bericht allerdings umgehend dementiert. Der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp hat den Rücktritt von Vorstandschef Heinrich Hiesinger angenommen. Der Konzern hat angekündigt, dass erst der neue Vorstandschef die künftige Strategie vorstellen werde.
Der S&P500 hat um 0,9 Prozent zugelegt. Allerdings sind die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen auf 2,82 Prozent gesunken. Gleichzeitig hat der Dollar nachgegeben auf 1,1750 Dollar je Euro – das ist das niedrigste Niveau seit Mitte Juni. In Teilen der Bundesregierung wachsen die Sorgen vor einem Handelskrieg. „Im Moment sieht es nach einem weltweiten Handelskrieg aus“, sagte Transatlantik-Koordinator Peter Beyer (CDU). Nachdem China zuletzt mit eigenen Strafzöllen auf jene der USA reagiert hatte, hat US-Präsident Donald Trump mit zusätzlichen Zöllen auf chinesische Produkte gedroht, womit sämtliche Exporte Chinas in die USA von insgesamt rund 500 Mrd. Dollar betroffen wären.
Daimler und BMW im Fokus
Wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China prüft BMW Preiserhöhungen für den chinesischen Markt. BMW hat 2017 rund 100.000 Fahrzeuge aus den USA nach China geliefert. Die „nötigen Preisanstiege“ würden zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt. Daimler hat bei internen Überprüfungen bei einem älteren Lkw-Motor Abgaswerte gemessen, die leicht höher sind als erlaubt. Das hat der Lkw-Hersteller dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) gemeldet.
Ölpreis legt zu
Der DAX steigt vorbörslich auf 12.560 Punkte. Der Außenhandelsüberschuss Deutschlands war im Mai etwas größer als Volkswirte erwartet hatten. Ansonsten ist es heute an der Konjunkturfront sehr ruhig. Der Anstieg am Aktienmarkt zieht den Ölpreis mit nach oben, Brent klettert auf 77,60 Dollar je Barrel. Der Rückgang des Dollar stützt den Goldpreis, er erholt sich auf 1.261,5 Dollar je Unze.
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