MÄRKTE AM MORGEN | Deutsche Bank hat neuen Vorstandschef

Mit einem Kursverlust von 2,2 Prozent hat der S&P500 den Freitag abgeschlossen. Anfangs wurde der Markt von Ankündigungen belastet, dass US-Präsident Donald Trump weitere Strafzölle für chinesische Produkte im Wert von 100 Mrd. Dollar überprüfen lasse, womit sich der Handelskrieg weiter verschärfen würde. Obwohl China daraufhin gewarnt hat energisch zurückzuschlagen, machte der Markt einen Teil der Verluste wett. Umso enttäuschter reagierten Investoren auf die US-Arbeitsmarktdaten, die viel schwächer als erwartet waren. Nachdem die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen deutlich den Rückwärtsgang eingelegt und damit eine Eintrübung der langfristigen Perspektiven für die US-Wirtschaft widergespiegelt haben, weiteten sich die Verluste beim S&P500 merklich aus.
Kräftig nachgegeben hat die Amazon-Aktie nach Berichten, demnach Trump weiter nach Möglichkeiten suchen lasse, um gegen den Internethändler vorzugehen. Etwas gesunken ist das Papier von Tesla. Investoren befürchten, dass der Hersteller von Elektroautos von den Strafzöllen Chinas gegen US-Produkte betroffen sein könnte. In der beginnenden Woche schauen Investoren vor allem auf die US-Inflationsdaten am Mittwoch. Nach einer Reihe schwacher Zahlen aus der Euro-Zone, wie dem überraschenden Rückgang der Industrieproduktion in Deutschland, achten Investoren zudem auf die Daten zur Industrieproduktion der Euro-Zone am Donnerstag. Am Freitag legen JP Morgan und Citigroup die Quartalszahlen vor.
Neuer Vorstandschef bei der Deutschen Bank
Der bisherige Vize-Chef der Deutschen Bank Christian Sewing rückt an die Spitze des Instituts vor und folgt damit John Cryan. Sewing führte gemeinsam mit dem langjährigen Postbank-Chef Frank Strauß das Privatkundengeschäft. Investoren hoffen, dass Sewing die Trendwende schaffen kann, weshalb die Aktie vorbörslich deutlich zulegt.
DAX auf Erholungskurs
Der DAX klettert vorbörslich auf 12.320 Punkte. Händler führen das auf nachlassende Sorgen vor einem Handelskrieg zurück. Der Kursrückgang beim S&P500 hat zuletzt auch den Ölpreis belastet, Brent liegt bei 67,50 Dollar je Barrel. Hingegen hat der Goldpreis ein wenig von den sinkenden Zinsen für zehnjährige US-Anleihen und den Turbulenzen am US-Aktienmarkt profitiert, der Goldpreis liegt bei 1.331,50 Dollar je Unze. Da es heute keine wichtigen Konjunkturdaten gibt, könnten viele Investoren bereits an die US-Inflationsdaten denken, die am Mittwoch veröffentlicht werden.
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