MÄRKTE AM MORGEN | Deutsche Bank und die Autoaktien stehen im Fokus
Nachdem die Einkaufsmanagerindizes für Frankreich, Deutschland und die Euro-Zone entgegen den Erwartungen der Volkswirte im Mai deutlich gesunken sind, gab es am Mittwoch deutliche Gewinnmitnahmen beim DAX. Zudem ist der Euro auf ein Sechs-Monats-Tief gegenüber dem Dollar abgerutscht. Belastet wurde der Euro zudem von der Regierungsbildung in Italien. Im Fahrwasser des DAX war der S&P500 zwar mit Verlusten in den Handel gestartet, allerdings drehte er nach der Veröffentlichung des Fed-Protokoll nach oben und schloss den Tag mit einem Gewinn von 0,3 Prozent ab. Zwar schrieb die US-Notenbank, dass es schon „bald“ eine Zinserhöhung geben werde. Allerdings verwies die Fed auf ihr „symmetrisches“ Inflationsziel. Investoren haben das so interpretiert, dass die Fed die Zinsen nicht stärker als geplant anheben werde, selbst wenn die Inflation kurzfristig über das Zwei-Prozent-Ziel der Fed klettern werde.
Daraufhin haben die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen deutlich nach unten gedreht und den Tag mit einem Rückgang von sechs Basispunkten bei 3,00 Prozent abgeschlossen. In dem Umfeld haben die FANG-Aktien Facebook, Amazon, Netflix und die Google-Mutter Alphabet jeweils deutlich zugelegt. Hingegen ist das Papier von General Electric um 7,3 Prozent eingebrochen, nachdem Vorstandschef John Glannery gewarnt hatte, dass der Markt für große Gasturbinen bis 2020 schwach sein werde.
Deutsche Bank verschärft Sparkurs
Kurz vor dem Beginn der heutigen Hauptversammlung hat die Deutsche Bank angekündigt, dass mehr als 7.000 Stellen abgebaut werden sollen. Dabei würden im Aktienhandel etwa 25 Prozent der Stellen wegfallen. Zudem soll das Bilanzvolumen der Investmentbank um mehr als 100 Mrd. Euro sinken. Der Konzernumbau werde im laufenden Jahr allerdings zu Kosten von 800 Mio. Euro führen, die das Ergebnis belasten.
Trump plant Strafzölle auf Autos
Der DAX gibt vorbörslich leicht nach auf 12.940 Punkte. Unter Druck sind dabei die Autoaktien Daimler, BMW und VW. US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle auf Autos ins Spiel gebracht, laut einem Medienbericht sollen sie bis zu 25 Prozent betragen. Die Deutsche Telekom will in den nächsten Jahren ihr Wachstumstempo halten. Bis 2021 soll der Umsatz im Schnitt um ein bis zwei Prozent pro Jahr steigen. Die Dividende wird künftig an die Entwicklung des Gewinns je Aktie gekoppelt.
Brent notiert bei 79,50 Dollar je Barrel. Die US-Öllagervorräte waren entgegen der Vorhersage der Volkswirte kräftig gestiegen. Mit 1.295,0 Dollar je Unze liegt Gold in der Nähe der Mehr-Monats-Tiefs. Um 15 Uhr wird in den USA der Häuserpreisindex veröffentlicht. Die Verkäufe bestehender Häuser folgen um 16 Uhr.
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