31.10.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Facebook, Ebay und T-Mobile US bereiten Freude

Kurz vor den Zwischenwahlen in den USA am 6. November hat US-Präsident Donald Trump die Tonlage verschärft. Die Äußerung, notfalls das gesamte chinesische Exportvolumen von rund 500 Mrd. Dollar mit Abgaben zu belegen, hängt wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Auch wenn die massiven Drohungen wenige Tage vor den Zwischenwahlen kaum überraschen, bleiben Anleger skeptisch.

Kurz vor den Zwischenwahlen in den USA am 6. November hat US-Präsident Donald Trump die Tonlage verschärft. Die Äußerung, notfalls das gesamte chinesische Exportvolumen von rund 500 Mrd. Dollar mit Abgaben zu belegen, hängt wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Auch wenn die massiven Drohungen wenige Tage vor den Zwischenwahlen kaum überraschen, bleiben Anleger skeptisch. Eine Lösung ist hier vorerst nicht in Sicht: Erst am 30. November treffen sich Trump und der chinesische Staats- und Parteichef Xi auf dem G20-Gipfel. Dennoch besteht durchaus Grund zur Hoffnung: Am Dienstag stellte Trump einen „großartigen Deal“ mit China in Aussicht.

Tech-Aktien wieder gefragt

Die Meldung reichte aus, um neue Käufer in den Markt zu locken. Der Dow Jones legte in der zweiten Handelshälfte kräftig um 1,7 Prozent zu und schloss wie die anderen Indizes im Bereich seines Tageshochs. Für den konjunktursensiblen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 1,4 Prozent nach oben.

Nachbörslich richtete sich der Fokus auf das Zahlenwerk von Facebook. Trotz höherer Kosten verdiente das soziale Netzwerk mehr als erwartet, blieb beim Umsatzwachstum aber hinter den Prognosen. Der Ausblick stimmte Anleger aber zuversichtlich, die Aktie legte nachbörslich um rund drei Prozent zu. Positiv überraschte auch Ebay: Im dritten Quartal legte der Gewinn kräftig zu, auch das Weihnachtsgeschäft soll gut verlaufen.

Aktien der Deutschen Telekom dürften zudem auf die neuen Zahlen der US-Tochter T-Mobile US reagieren. Im dritten Quartal lag das Kundenwachstum erneut über den Prognosen, der Ausblick für 2018 wurde das dritte Mal in diesem Jahr angehoben.

DAX folgt den US-Vorgaben

Schwächer als erwartete Wachstumsdaten der chinesischen Industrie spielten an den asiatischen Börsen kaum eine Rolle. Anleger setzten auf eine gute Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Angetrieben von guten Unternehmenszahlen rückte der Nikkei um 2,2 Prozent vor, auch in China dominierten Pluszeichen.

Dank der starken Vorgaben wird auch der DAX deutlich fester erwartet und steht vorbörslich rund 1,5 Prozent höher bei 11.450 Punkten. Während die Berichtssaison in der ersten Reihe eine kleine Pause einlegt, rücken Auto-Aktien in den Mittelpunkt. Berichten zufolge soll es Ende kommender Woche einen weiteren Dieselgipfel geben, um den Streit mit den Autoherstellern über die Kostenübernahme für technische Nachrüstungen zu beenden.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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