28.02.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Fed-Chef Powell bringt die Zinsangst an die Börsen zurück

Auf die Rede des neuen Fed-Chefs Jay Powell vor dem Kongress am Dienstag haben Investoren mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen reagiert, woraufhin die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen auf 2,90 Prozent geklettert sind und sich damit dem Vier-Jahres-Hoch von 2,95 Prozent genähert haben.

Auf die Rede des neuen Fed-Chefs Jay Powell vor dem Kongress am Dienstag haben Investoren mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen reagiert, woraufhin die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen auf 2,90 Prozent geklettert sind und sich damit dem Vier-Jahres-Hoch von 2,95 Prozent genähert haben. Powell hatte gesagt, dass sich seine Aussicht für die US-Wirtschaft gegenüber der Sitzung im Dezember 2017 verbessert habe. Einige Investoren bekamen daher Sorge, dass die Fed im laufenden Jahr die Leitzinsen möglicherweise vier Mal anheben könnte, nachdem sie bislang drei Anhebungen signalisiert hat. Gleichzeitig hat sich der Dollar ein wenig erholt, was für zusätzlichen Druck auf den S&P500 gesorgt hat, woraufhin er mit einem Kursverlust von 1,24 Prozent am Tagestief geschlossen hat. Der Index hatte den Handel bereits am Mittwoch und am Donnerstag der vergangenen Woche in der Nähe des Tagestiefs beendet. Aus den gleichen Gründen wie der S&P500 hat auch der Goldpreis am gestrigen Dienstag deutlich nachgegeben. Umso genauer könnten Investoren in den nächsten Tagen die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen und den Dollar im Auge behalten.

Fahrverbote sind zulässig

Nachdem das Bundesverwaltungsgericht gestern um 12 Uhr bekanntgegeben hatte, dass Fahrverbote für Diesel in Städten zulässig sind, waren die Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen anfänglich unter Druck gekommen, machten anschließend diese Verluste aber wieder wett. Vor allem die Kurse von Daimler und BMW könnten gerade von dem gegenüber dem Dollar kräftig sinkenden Euro gestützt worden sein, verfügen die beiden Premiumhersteller doch über ein großes Geschäft in den USA. So stammten im vergangenen Jahr 24,7 Prozent der Konzernerlöse von Daimler aus den USA, womit das Land der mit weitem Abstand wichtigste Einzelmarkt war. BMW legt am 21. März den Geschäftsbericht vor. Die obigen Zahlen machen deutlich, warum Investoren gerade bei Daimler und BMW den Euro-Dollar-Kurs genau im Auge haben.

Ergebnisse von Bayer im Fokus

Bayer und SAP legen heute die 2017er-Geschäftsberichte vor. Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer prognostiziert, dass der Umsatz und das bereinigte Ergebnis 2018 ungefähr auf Vorjahresniveau liegen könnten. Zudem werde sich der Abschluss der Monsanto-Übernahme auf das zweite Quartal verzögern. SAP hat bereits Ende Januar die vorläufigen Ergebnisse vorgelegt. Finanzchef Luca Mucic will die bereinigte operative Gewinnmarge, die jahrelang gesunken war, 2018 verbessern. Die Dividende steigt um 0,15 Euro auf 1,40 Euro. Das TecDAX-Unternehmen Dialog Semiconductor rechnet für 2018 mit einem „ordentlichen“ Umsatzwachstum. Vorbörslich gibt der DAX auf 12.410 Punkte nach. Brent liegt bei 66,40 Dollar je Barrel. Laut einem Medienbericht werden sich OPEC-Vertreter am kommenden Montag am Rande der CERAWeek-Konferenz in Houston mit US-Fracking-Unternehmen treffen. Gold bei knapp 1.320 Dollar je Unze. Die Inflationsdaten der Euro-Zone stehen um 11 Uhr im Fokus der Investoren. Um 14.30 Uhr schauen sich Anleger die Daten zum Wirtschaftswachstum der USA ganz genau an. Die anstehenden Häuserverkäufe folgen um 16 Uhr. Die Daten zu den US-Öllagervorräten werden um 16.30 Uhr bekanntgegeben.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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