31.05.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Finanzmärkte bleiben in Hab-Acht-Stellung

Zumindest einen ersten Hoffnungsschimmer gibt es: An den italienischen Anleihemärkten beruhigte sich die Lage zur Wochenmitte. Das Land nahm 5,6 Mrd. Euro am Kapitalmarkt auf, die zehnjährigen Zinsen liegen im frühen Geschäft am Donnerstag mit 2,75 Prozent wieder deutlich unter der Schwelle von drei Prozent.

Zumindest einen ersten Hoffnungsschimmer gibt es: An den italienischen Anleihemärkten beruhigte sich die Lage zur Wochenmitte. Das Land nahm 5,6 Mrd. Euro am Kapitalmarkt auf, die zehnjährigen Zinsen liegen im frühen Geschäft am Donnerstag mit 2,75 Prozent wieder deutlich unter der Schwelle von drei Prozent. Der Markttest verlief somit erfolgreich und stützte auch den Euro. Möglicherweise können sogar Neuwahlen und damit auch ein Referendum über die Zugehörigkeit zur Eurozone abgewendet werden.

Vorerst aber bleibt die Lage fragil und damit die Aussichten für den Euro durchwachsen. Nicht nur die künftige Europapolitik Italiens hängt wie ein Damoklesschwert über der Gemeinschaftswährung. Für Zurückhaltung werden auch die wahrscheinlich am Freitag in Kraft tretenden US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU sorgen. Die gestrigen Gespräche brachten keinen Durchbruch, Stahlaktien wie ThyssenKrupp und Salzgitter stehen daher im Fokus.

Kernrate kommt nicht in Schwung

Abseits der brodelnden politischen Lage in Italien und Spanien schaut der Markt heute auf neue Konjunkturdaten. In China kletterte der Einkaufsmanagerindex auf den höchsten Stand seit acht Monaten. Um 11 Uhr steht die Inflationsrate aus dem Euroraum im Fokus. Die gestern veröffentlichten jährliche Teuerungsrate in Deutschland legte um 2,2 Prozent zu und erreichte das höchste Niveau seit Februar 2017. Vor allem wegen der gestiegenen Ölnotierungen, die wiederum auf die Benzinpreise durchschlagen und der Euro-Schwäche, dürfte die Teuerung auf 1,8 Prozent zugenommen haben. Die Konsensschätzungen für die Kernrate liegen bei 0,9 Prozent und damit unter dem Niveau vom Jahresanfang. Sollten die Prognosen zutreffen wird es für die EZB schwer, weiterhin von einem nach oben gerichteten Trend zu sprechen. Enttäuschen die Zahlen, dürfte dies der EZB weitere Argumente liefern, die Geldpolitik vorerst unverändert expansiv zu lassen.

Gute Vorgaben

Die nachlassenden Spannungen am italienischen Finanzmarkt sorgten gestern für gute Stimmung in den USA. Zur Schlussglocke notierte der Dow Jones 1,3 Prozent höher, liegt damit seit Jahresanfang aber noch immer leicht im Minus. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,7 Prozent nach oben. In Tokio setzte sich die erfreuliche Entwicklung fort, der Nikkei legte um rund ein Prozent zu. Zurückhaltender zeigen sich die Anleger in Frankfurt, der DAX wird vorbörslich kaum verändert bei 12.790 Punkten erwartet. Negative Vorzeichen prägen das Bild am Ölmarkt. Am Nachmittag könnten neue Daten zu den Ölreserven und zur Fördermenge für Impulse sorgen.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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