28.06.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Für Entwarnung ist es noch viel zu früh

Nach wie vor hängen die vielen geopolitischen Risiken, der Handelskrieg mit den USA, die Regierungskrise in Berlin und der anstehende EU-Gipfel wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Doch die gestrige Erholung zeigt auch, dass zumindest ein Teil der schlechten Nachrichten eingepreist ist, einige Akteure sogar eine Übertreibung nach unten erkennen und Kaufchancen nutzen.

Nach wie vor hängen die vielen geopolitischen Risiken, der Handelskrieg mit den USA, die Regierungskrise in Berlin und der anstehende EU-Gipfel wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Doch die gestrige Erholung zeigt auch, dass zumindest ein Teil der schlechten Nachrichten eingepreist ist, einige Akteure sogar eine Übertreibung nach unten erkennen und Kaufchancen nutzen. Wie lange die Erholung anhalten wird, ist aber fraglich.

An den US-Börsen drehte nach einer freundlichen Eröffnung im Handelsverlauf die Stimmung, besonders die konjunktursensiblen Technologie-Aktien wurden verkauft. So beendete der Dow Jones mit minus 0,7 Prozent die Sitzung nur knapp über dem Tagestief, der Nasdaq 100-Index fiel um 1,4 Prozent. Gegen den schwachen Trend stemmten sich vor allem die Energieaktien, der Branchenindex rückte um 1,3 Prozent vor. Spekulationen auf ein sinkendes Angebot auf dem Weltmarkt ließen die Preise von Brent- und WTI-Öl deutlich steigen.

Stresstest für die Banken

Der DAX wird im frühen Geschäft rund 0,3 Prozent tiefer bei 12.310 Punkten erwartet. Aktien der Deutschen Bank kosteten zur Wochenmitte zeitweise weniger als neun Euro und notierten auf einem neuen Tief. Mit Spannung wartet der Markt auf die Ergebnisse des zweiten Stresstests der amerikanischen Notenbank, die nach Börsenschluss über die Ticker laufen. Im Fokus stehen die internen Kontrollen und das Risikomanagement der Institute.

Dollar lässt die Muskeln spielen

Unterstützung erfährt der DAX immerhin von der Währungsseite. Weltweit ist wieder eine Dollar-Stärke zu beobachten. Marktteilnehmer spekulieren darauf, dass die protektionistischen Bestrebungen der US-Regierung zu höheren Preisen und damit steigender Inflation in den USA führen, was wiederum die Fed dazu bewegen könnte, die Geldpolitik schneller zu straffen. Entsprechend steht der Euro unter Druck und wird bei 1,156 Dollar taxiert. Eine kräftige Abwertung zeigt seit Mitte April auch der chinesische Yuan gegen den Dollar. Sollte die jüngste Entwicklung anhalten, würde die Abwertung die US-Strafzölle nahezu kompensieren. Am Aktienmarkt sieht die Lage dennoch bedrohlich aus: Seit dem Hoch im Januar verlor der Shanghai Composite bereits um gut 20 Prozent und befindet sich somit im Bärenmarkt.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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