MÄRKTE AM MORGEN | Gespanntes Warten auf die Ergebnisse der US-Halbzeitwahl
Der DAX ist gestern um 0,2 Prozent gesunken. Investoren haben auf Unternehmen aus defensiven, also weniger konjunkturabhängigen, Sektoren gesetzt, wie Linde, E.ON, RWE, Fresenius Medical und Deutsche Telekom. Die Verliererliste wurde hingegen von Zyklikern angeführt, so stand bei Infineon ein Minus von 3,9 Prozent zu Buche, bei Continental von 2,8 Prozent und bei Covestro von 2,5 Prozent.
Der S&P500 hat begonnen ab 19 Uhr deutscher Zeit deutlich nach oben zu drehen. Grund waren Umfragen, demnach die Republikaner gut bei den Halbzeitwahlen abschneiden könnten. Der Index hat den Handel mit einem Plus von 0,6 Prozent abgeschlossen. Viele US-Tech-Werte haben nachgegeben, beispielsweise Amazon um 2,3 Prozent. Das Papier das Herstellers von Videospielen Activision Blizzard ist um 6,7 Prozent eingebrochen, nachdem der Trailer einer „Diablo“-Neuauflage nicht gut bei Fans angekommen ist. Hingegen sind die Papiere von Coca-Cola und McDonald’s auf Rekordhochs geklettert.
Apple-Aktie knickt ein
Das Apple-Papier ist um 2,8 Prozent gesunken. Die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ hat geschrieben, dass die Nachfrage nach dem preiswerteren iPhone XR geringer sein könnte als erwartet. So seien bei dem Auftragsfertiger Foxconn von den ursprünglich eingerichteten 60 Produktionslinien für das iPhone XR nur 45 in Betrieb. Bei einem anderen Auftragsfertiger Pegatron seien Pläne für einen Ausbau der Produktion auf Eis gelegt worden.
Quartalszahlen im Fokus
Der DAX klettert vorbörslich leicht auf 11.540 Punkte. Wegen der Restrukturierung im Brief- und Paketgeschäft hat die Deutsche Post im dritten Quartal einen kräftigen Gewinnrückgang verbucht. Der Konzern hat die Prognose bestätigt. Laut einem Medienbericht soll der Chef der Aufzugssparte von ThyssenKrupp ausgetauscht werden. Die Zalando-Aktie knickt nach der Vorlage der Zahlen ein. Im dritten Quartal lag das Umsatzwachstum bei 11,7 Prozent, im Gesamtjahr soll das untere Ende der angestrebten Spanne von 20 bis 25 Prozent erreicht werden. Hingegen ist die Biotechfirma Morphosys ein wenig optimistischer für die Entwicklung der Erlöse. Im Gesamtjahr soll der obere Rand der Spanne erreicht werden.
Der Brent-Preis steigt auf 73,5 Dollar je Barrel, der Goldpreis ist stabil bei 1.231 Dollar je Unze. Um 9.55 Uhr wird der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor Deutschlands veröffentlicht, um 10 Uhr folgt jener für die Euro-Zone. Ansonsten verfolgen Investoren die Nachrichten zu den US-Halbzeitwahlen.
Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche


