24.08.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Gespanntes Warten auf Jerome Powell

Zumindest an den amerikanischen Börsen herrscht noch Zuversicht. Die drei großen Indizes bewegen sich im Bereich ihrer Bestmarken und legten auch im August weiter zu. Weltweit gesehen zeigen die Aktienmärkte aber meist eine andere Entwicklung: Während US-Aktien profitieren, liegen nahezu alle anderen Börsen seit Monatsbeginn im Minus.

Zumindest an den amerikanischen Börsen herrscht noch Zuversicht. Die drei großen Indizes bewegen sich im Bereich ihrer Bestmarken und legten auch im August weiter zu. Weltweit gesehen zeigen die Aktienmärkte aber meist eine andere Entwicklung: Während US-Aktien profitieren, liegen nahezu alle anderen Börsen seit Monatsbeginn im Minus. Viele Indizes befinden sich bereits in einer kurz- wie auch mittelfristigen Konsolidierung: Nur rund 40 Prozent der größeren Indizes behauptet derzeit noch die stark beachtete 200-Tage-Linie. Aus diesem Blickwinkel erscheint es fraglich, wie lange sich die US-Märkte noch gegen die insgesamt schwache Tendenz behaupten können.

China bleibt zuversichtlich

Auch zum Wochenschluss sind gute Nachrichten eher Mangelware. Nach zwei Verhandlungstagen sind die Gespräche zwischen China und den USA ergebnislos zu Ende gegangen. Zuvor waren die Erwartungen ohnehin gering gewesen. China sendete dennoch leicht positive Signale und sprach von einem konstruktiven Dialog, der fortgesetzt werden sollte. Zudem kündigte das Land eine weitere Öffnung seines Finanzsektors für ausländische Investoren an.

In den Fokus rückt nun das Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole. Am Nachmittag steht eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell an. Nachdem Donald Trump zuletzt die Zinserhöhungen der Fed kritisiert hatte, scheinen die Währungshüter ihren Kurs fortsetzen zu wollen. Mehrere regionale Fed-Chefs hatten sich zuletzt für weitere Zinserhöhungen ausgesprochen.

Nikkei macht den größten Sprung

Die Vorgaben für den DAX fallen insgesamt durchwachsen aus. In den USA pendelte der Dow Jones erneut nahezu den gesamten Tag im Minus und schloss 0,3 Prozent tiefer. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 0,1 Prozent. Aktien von HP standen nach Bilanzvorlage im Vordergrund. Der weltgrößte Computerhersteller übertraf beim Gewinn je Aktie und Umsatz die Erwartungen des Marktes. Für das Gesamtjahr erhöhte der Konzern seine Gewinnprognose.

Deutlich fester präsentiert sich zum Wochenschluss der Nikkei mit Gewinnen von 0,9 Prozent. Unterstützung kam von der Währungsseite mit einer weiteren Abschwächung des Yen, von der vor allem Exportwerte profitierten.

Der deutsche Aktienmarkt wird etwas fester erwartet, vorbörslich steht der DAX rund 0,2 Prozent höher bei 12.390 Punkten. Größere Bewegungen bei Einzelwerten zeichnen sich bisher nicht ab, lediglich Fresenius wird stärker gesehen. Im Prozess um die abgebrochene Übernahme von Akorn durch Fresenius hat der DAX-Konzern offenbar gute Karten.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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