MÄRKTE AM MORGEN | Handelskrieg drückt DAX in die Nähe des 52-Wochen-Tiefs
Aufgrund anhaltender Sorgen wegen des Handelskriegs ist der DAX am Freitag kurz unter die Marke von 11.900 Punkte gerutscht. Damit lag er in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs vom 26. März bei knapp unter 11.800 Punkten. Im Fokus der Investoren stand zudem weiterhin die Währungskrise in den Emerging Markets. Angeführt wurde die Verliererliste von Zyklikern, also Unternehmen aus konjunkturabhängigen Sektoren, wie ThyssenKrupp oder Infineon. Zu den größten Verlierern gehörte zudem einmal mehr die Bayer-Aktie mit einem Minus von 1,9 Prozent. Der Pharma- und Chemiekonzern hatte am Mittwoch Investoren mit dem Ausblick enttäuscht.
Gestützt wurden DAX und S&P500 am Freitag hingegen vom US-Arbeitsmarktbericht für August, der besser ausgefallen ist als erwartet. Nach der Veröffentlichung ist der Dollar gegenüber dem Euro auf ein Zwei-Wochen-Hoch gestiegen. Kurz nach 18 Uhr kam dagegen erneuter Druck auf den Aktienmarkt diesseits und jenseits des Atlantiks auf nachdem US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen auf chinesische Produkte im Wert von 267 Mrd. Dollar gedroht hat. Sollten sie tatsächlich verhängt werden, würden sämtliche Exporte Chinas in die USA von mehr als 500 Mrd. Dollar mit Strafzöllen belegt werden. Der iPhone-Hersteller Apple hat gewarnt, dass viele seiner Produkte von den Strafzöllen betroffen sein würden, die Aktie gab um 0,8 Prozent nach. Beim S&P500 stand ein Minus von 0,2 Prozent zu Buche.
Tesla-Aktie bricht ein
Eine Reihe schlechter Nachrichten haben bei Tesla für einen Kursrutsch von 6,3 Prozent gesorgt. So hat der neue Chefbuchhalter nur einen Monat nach Amtsantritt seinen sofortigen Rücktritt angekündigt. Laut einem Agenturbericht verlässt zudem die Personalchefin das Unternehmen. Für Verunsicherung bei Investoren sorgte zudem, dass Vorstandschef Elon Musk auf einer live im Internet übertragenen Veranstaltung Marihuana geraucht und Whiskey getrunken hat. Der Börsenwert liegt bei 44,9 Mrd. Dollar (38,9 Mrd. Euro).
Telekom-Tochter beginnt mit Stellenabbau
Der DAX notiert vorbörslich bei 11.960 Punkten. T-Systems, die Großkunden-Tochter der Deutschen Telekom, startet im September mit einem massiven Stellenabbau. Bis Ende 2020 sollen insgesamt 3.765 Jobs abgebaut werden. Der Brent-Preis steigt leicht auf 77,4 Dollar je Barrel. Der Goldpreis gibt etwas nach auf 1.193,8 Dollar je Unze. Da es heute keine wichtigen Konjunkturdaten gibt, könnten viele Investoren an die EZB-Sitzung am kommenden Donnerstag denken.
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