20.06.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Handelskrieg hält DAX und S&P500 in Atem

Wegen der Eskalation im Handelskrieg ist der DAX am Dienstag um 1,2 Prozent gesunken. Nachdem die USA die Prüfung von weiteren Strafzöllen auf chinesische Produkte im Wert von 200 Mrd. Dollar angekündigt hatten, hat China „entschlossene Gegenmaßnahmen“ angekündigt.

Wegen der Eskalation im Handelskrieg ist der DAX am Dienstag um 1,2 Prozent gesunken. Nachdem die USA die Prüfung von weiteren Strafzöllen auf chinesische Produkte im Wert von 200 Mrd. Dollar angekündigt hatten, hat China „entschlossene Gegenmaßnahmen“ angekündigt. Laut einem Pressebericht hat US-Präsident Donald Trump Apple-Chef Tim Cook gesagt, dass auf iPhones keine Strafzölle anfallen würden. Hingegen hat Trumps Handelsberater Peter Navarro gesagt, dass er von einer derartigen Ausnahme nichts wisse. Die Sorge vor einem Handelskrieg belastet die deutsche Wirtschaft. Das Münchener ifo Institut und das Essener RWI haben gestern ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum Deutschlands für 2018 deutlich gesenkt. Bayer hat eine Anleihe von 5,0 Mrd. Euro bei institutionellen Investoren platziert und damit die Finanzierung von Monsanto abgeschlossen. Volkswagen und der US-Konzern Ford wollen gemeinsam Nutzfahrzeuge entwickeln. Zudem prüfen sie eine strategische Allianz, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Der S&P500 hat um 0,4 Prozent nachgegeben. Die Netflix-Aktie ist um 3,7 Prozent auf das Rekordhoch von 404,98 Dollar nach oben geschossen. Gegenüber Ende 2017 ist das Papier um 111,0 Prozent gestiegen. Hingegen ist die Tesla-Aktie gestern um 4,9 Prozent eingebrochen, nachdem Elon Musk von einem massiven Sabotageversuch eines Mitarbeiters gesprochen hatte.

Oracle, Starbucks und General Electric im Fokus

Der Softwareriese Oracle hat nach Börsenschluss in den USA die Ergebnisse vorgelegt. Zwar lagen die Zahlen für das im Mai beendete Quartal leicht über den Schätzungen der Analysten. Allerdings enttäuschte der Ausblick, weshalb das Papier nachbörslich deutlich unter Druck war. Die Kaffeehauskette Starbucks hat gewarnt, dass der um die Eröffnung neuer Läden bereinigte Umsatz im laufenden Quartal um lediglich 1,0 Prozent steigen wird – das wäre der niedrigste Wert seit rund neun Jahren. Starbucks will im nächsten Fiskaljahr 150 Läden in den USA schließen, das ist das Dreifache der üblichen Menge. Der Indexanbieter S&P Dow Jones Index hat angekündigt, dass General Electric am 26. Juni aus dem Dow Jones absteigen und durch die Apothekenkette Walgreens ersetzt werden wird.

Warten auf US-Daten

Der DAX erholt sich vorbörslich auf 12.760 Punkte. Laut einem Medienbericht hat der TecDAX-Konzern Dialog Semiconductor Interesse an einer Übernahme des amerikanischen Touchscreen-Herstellers Synaptics. Der Goldpreis notiert mit 1.274,2 Dollar je Unze in der Nähe des Sechs-Monats-Tiefs.

Heute endet das Notenbankertreffen im portugiesischen Sintra. Die Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeuré beginnt um 12.30 Uhr. Um 15.30 Uhr startet eine Diskussion mit Draghi, Fed-Chef Jay Powell und dem Chef der japanischen Notenbank Haruhiko Kuroda. Die US-Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser werden um 16 Uhr veröffentlicht. Die US-Öllagerdaten werden um 16.30 Uhr bekanntgegeben.

 

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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